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Schlechteres Hören lässt die Gehirnleistung abnehmen

Mit zunehmendem Alter hören Menschen in der Regel schlechter. Eine Minderung des Hörvermögens beginnt schon zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Mit 80 Jahren leiden über die Hälfte der Menschen unter Schwerhörigkeit. Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass das verminderte Hörvermögen nicht ohne Auswirkungen auf die geistige Leistungsfähigkeit bleibt.

Untersucht wurden 1984 Menschen im Durchschnittsalter von 77,4 Jahren. Bei diesen Personen wurden in Abständen von mehreren Jahren die Hörfähigkeit und die geistige Leistungsfähigkeit anhand von verschiedenen Tests gemessen. Mit den Tests wurde 1997 begonnen, jeder Patient wurde rund elf Jahre beobachtet. Innerhalb der Studienzeit wurde bei 1162 Personen eine Minderung des Hörvermögens diagnostiziert. Bei diesen Patienten nahm die Merk- und Denkfähigkeit um 41% bzw. 32% mehr ab, als bei denjenigen, bei denen das Gehör nicht nachließ.

Der Mini-Mental-State-Test (MMS) wird eingesetzt, um kognitive Funktionen (z.B. Merkfähigkeit) zu testen und eine mögliche Demenz festzustellen. Menschen mit zunehmender Schwerhörigkeit verloren bei diesem Test 0,65 Punkte pro Jahr, ohne Hörverlust gingen die Ergebnisse nur um 0,46 Punkte zurück. Bei dem Digit Symbol Substitution Test (der Zahlen-Symbol-Test prüft die Denkfähigkeit und die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns) verloren schlecht Hörende pro Jahr 0,83 Punkte, bei denen ohne Hörverluste nahm der Wert pro Jahr nur um 0,63 Punkte ab.

Die Wissenschaftler sage nun, dass Menschen mit zunehmender Schwerhörigkeit ein um 24% erhöhtes Risiko haben, gleichzeitig auch Gehirnleistung zu verlieren. Wie stark der Verlust an Gehirnleistung ist, hänge linear von dem Verlust des Hörvermögens ab: Je weniger man höre, desto stärker schrumpfe auch die Gedächtnisleistung.

Berliner Ärzteblatt 22.01.2013/ Quelle: JAMA Intern Med. 2013
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