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Dr. Ben Godde vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität Tübingen
Sehnerven können sich bei Erwachsenen noch verändern

Noch vor einigen Jahren waren Wissenschaftler der Meinung, dass Nervenzellen für Bewegung und Wahrnehmung im Gehirn von Erwachsenen unveränderlich miteinander vernetzt sind.

Doch nun haben die Neurologen Dr. Ben Godde vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität Tübingen und Dr. Hubert Dinse vom Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum zusammen mit zwei weiteren Kollegen im Tierversuch gezeigt: Das Sehsystem im Gehirn ist auch bei erwachsenen Menschen noch in der Lage, sich durch Lernprozesse zu verändern.

Nach Angaben der Forscher kann sich die Organisation und Funktion des Gehirn lebenslang durch äußere Reize verändern oder an krankheitsbedingte Veränderungen wie Verletzungen anpassen. Das Team stimulierte Gehirn-Nervenzellen von Tieren mit einer Mikroelektrode und beobachtete zugleich den sich ändernden Blutfluss in der Sehrinde. Die Durchblutung ist ein Maß für die Aktivität der Gehirnregionen.

Quelle: WANC 07.02

Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), 2002 Apr 30; 99 (9): 6352-6357

Eberhard Karls Universität Tübingen

 
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