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Hörverlust: Betroffene oft isoliert und stigmatisiert (Foto. Hermera)
Schwerhörig: Erkrankung rechtzeitig behandeln

Weltweit wird die Zahl der Hörgeschädigten auf rund 250 Millionen geschätzt. Mehr als zwei Drittel von ihnen leben in so genannten Entwicklungsländern. Ungefähr 70 Millionen Kinder und Erwachsene sind völlig gehörlos bzw. verfügen nur noch über ein geringes Resthörvermögen.

Diese Zahlen nannte die
Christoffel-Blindenmission (CBM):. "In den von uns unterstützten Projekten", so Martin Georgi, Direktor der Christoffel-Blindenmission, "wurden im vergangenen Jahr rund 75.000 Ohrenpatienten behandelt sowie 32.000 Hörgeschädigte betreut und gefördert."

Hörverlust betrifft meist ältere Menschen, doch gerade in Entwicklungsländern leiden immer mehr Jüngere an dieser Behinderung. So kann eine Mittelohrentzündung bei Kindern, sofern sie nicht rechtzeitig behandelt wird, zum Hörverlust führen. Auch Meningitis, die Einnahme bestimmter Antibiotika (Ototoxische Medikamente) und bei der Mutter während der Schwangerschaft aufgetretene Röteln können Gründe für Hörschädigungen im Kindes- und Jugendalter sein, die in aller Regel nicht mehr zu heilen sind.

In vielen Fällen kann eine rechtzeitige Behandlung den Hörverlust stoppen. Georgi: "Da aber große Bevölkerungsschichten in Entwicklungsländern keinen Zugang zu vorbeugender Behandlung haben, ist dort die Wahrscheinlichkeit 10-mal höher als in Industriestaaten, einen Hörverlust zu erleiden."

Bei Kindern beeinträchtigt der Hörverlust die Sprachfähigkeit und die soziale Entwicklung. Bei Erwachsenen wird die Chance, eine Arbeitsstelle zu erhalten und zu sichern, beeinträchtigt. Während ihres gesamten Lebens sind diese Menschen oft isoliert und stigmatisiert.

WANC 26.09.03

Landesverband Hessen

Schweizerischer Gehörlosenbund

Integrationsnetz.de

 
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