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Orthokeratologie: Linsen formen Kurzsichtigkeit weg

"Orthokeratologie" – dabei kommt eine individuell gefertigte formstabile Kontaktlinse über Nacht auf das Auge.

 

Während des Schlafens übt diese Linse einen zarten Druck aus, die obere Zellschicht der Hornhaut verschiebt sich und am nächsten Morgen hat das Auge einen anderen Brechwert. Kurzsichtigkeit bis zu 3.5, maximal 4,5 Dioptrien wird auf diese Weise einfach "weggeformt". Am Tage ist das Sehen ohne Sehhilfe gut, in der Nacht wird die stützende Linse wieder aufgesetzt.

 

Das hört sich faszinierend einfach an, aber so simpel ist die Orthokeratologie in

der praktischen Anwendung nicht. "Nur gesunde Augen können so behandelt werden, unverzichtbar ist vor der Kontaktlinsenanpassung ein gründlicher Augencheck bei einem spezialisierten Augenarzt", so Dr. Gudrun Bischoff, 1. Vorsitzende der Deutschen Augenärztlichen Kontaktlinsen Gesellschaft.

Das Material der neuen Orthokeratologie-Kontaktlinsen ist  hoch sauerstoffdurchlässig. Dennoch sehen viele Augenärzte das Verfahren kritisch, weil sie nicht nur die Sauerstoffversorgung des Auges, sondern auch die Versorgung mit Tränenflüssigkeit hinterfragen. Deshalb warnen sie vor unsachgemäßer und unkritischer Anwendung. Hierzu Dr. Bischoff:" Die Reaktion des Auges auf diese Art nächtlicher Bandage ist im Einzelfall unterschiedlich. Unverzichtbar ist für den Träger orthokeratologischer Kontaktlinsen die engmaschige augenärztliche Kontrolle, anfangs sogar täglich bis wöchentlich."

Die augenärztlichen Kontaktlinsen-Experten der deutschen Fachgesellschaft betrachten die Orthokeratologie bei guter Kooperation mit aufgeklärten, geeigneten  Patienten mit vorsichtigem Optimismus. Wichtig auch: Die Linsen anpassen darf nur, wer vorher eine Schulung absolviert hat.

WANC 01.04.03

SWR Service

Deutschland Radio

Deutsche Augenärztliche Kontaktlinsen Gesellschaft

 
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