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Nach sauren Speisen sollte man etwa eine Stunde mit dem Zähneputzen warten (Foto: Philips)
Nach sauren Speisen: Vorsicht beim Zähneputzen

Nach dem Genuß saurer Nahrungsmittel soll man eine Stunde mit dem Putzen der Zähne warten, um sie nicht zu gefährden.

Neue Erkenntnisse zeigen, dass säurehaltige Nahrungsmittel den Zahnschmelz aufweichen. Daher ist beim Zähneputzen nach dem Essen besondere Vorsicht geboten: Das Reinigen der Zähne direkt nach dem Verzehr von sauren Speisen und Getränken kann zu einem verstärkten Abtrag der Zahnsubstanz führen. Verstärkt werden die Schäden zusätzlich durch starkes Schrubben und Zahnpasten mit hohem Schleifkörperanteil.

Die Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V. empfiehlt deshalb: nach dem Verzehr von sauren Nahrungsmitteln wie Salatessig oder sauren Getränken wie Orangensaft und Erfrischungsgetränken mindestens eine Stunde mit dem Putzen warten. Nach dieser Zeit haben sich die schädlichen Säuren im Mund wieder neutralisiert und können der Zahnsubstanz nicht mehr gefährlich werden.


Wie erkennt man, ob die eigenen Zähne bereits betroffen sind? Leichte Erosionen bleiben meist unbemerkt, da sie weder mit Schmerzen noch mit einer optischen Veränderung des Zahnes einher gehen. Wenn die Erosion weiter fortgeschritten, also schon das Zahnbein angegriffen ist, kann es zu Heiß-/Kaltempfindlichkeiten und Verfärbungen kommen, schließlich sehen Zahn- und Kauflächen zerklüftet, wie abgeschmolzen, aus und müssen im Extremfall überkront werden.

Um bei hohem Säurekonsum ausgedehnten Zahnsubstanzschäden erst gar keine Chance zu geben, sollte man seinen Zahnarzt fragen, ob Erosionen vorliegen. Falls ja, kann man die Säureeinwirkung zunächst reduzieren, indem man säurehaltige Getränke und Nahrungsmittel nicht in großen Mengen und zu jeder Tageszeit konsumiert. Oder - wenn man auf den erfrischenden Sauergeschmack nicht verzichten möchte - indem man gezielt auf kalziumreiche saure Produkte umsteigt, wie Joghurt, Buttermilch, Quark und den Salat mit Joghurtdressings verfeinert.


Neben der bewußten vollwertigen Ernährung und viel klarem Wasser als Durstlöscher ist die regelmäßige Anwendung einer fluoridhaltigen Mundspülung und eines Fluoridgels ein wirksames Mittel bei Erosionen.

Erosionen können aber auch innere Ursachen, wie Magen-Darm-Erkrankungen oder Essstörungen haben. Warnhinweise sind Sodbrennen, häufiges Aufstoßen und Erbrechen. Vielfältig wie die Ursachen sind die Therapiemaßnahmen, die mit dem Zahnarzt individuell abgestimmt werden sollten.

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