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Asthma: Mit Wärme zu freier Atmung

Die Behandlung der Atemwege durch Wärme verspricht Asthmapatienten eine langfristige Besserung ihrer Beschwerden. Bei der Therapie wird das Gewebe von innen auf 65 Grad erwärmt.
 
Sie nennt sich bronchiale Thermoplastie. Der Name verrät, dass Temperaturen eingesetzt werden. Genau genommen geht es um eine Weitung der Atemwege durch kurzzeitige Erhitzung. Prof. Adrian Gillissen von der Universität Leipzig räumt aber ein, dass die Therapie den Patienten belasten kann. So muss eine Bronchoskopie - also eine Spiegelung der Atemwege - durchgeführt werden. An der Spitze des Bronchoskops lässt sich ein speziell geformtes Drahtgeflecht ausfahren und an die Wände der Atemwege anlegen. Dieses erhitzt das Gefäßgewebe auf 65 Grad Celsius. Das dauert nur Sekunden. Weil aber immer nur kleine Stellen erwärmt werden können und die Atemwege weit verästelt sind, braucht es für die komplette Behandlung drei Therapiesitzungen von je 30 Minuten.

Die Mühe lohnt sich, sagt Gillissen. Denn das Asthma bessert sich langfristig, weil sich die Atemwege dauerhaft weiten. Außerdem treten weniger weniger Asthmaattacken auf, eine Wirkung, die ca. ein Jahr anhält. Wie die Thermoplastie wirkt, darüber besteht noch Unklarheit. Gillissen nimmt an, dass die Wirkung auf einer teilweisen Zerstörung der Muskelzellen in den Wänden der größeren Bronchien beruht.



Berliner Ärzteblatt 23.05.07/ Quelle: A. Gillissen: Neue Technik, die Fragen zur Pathophysiologie des Asthmas aufwirft. Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007; 132 (19): S. 1028
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