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Jede zehnte Asthmaerkrankung ist berufsbedingt

Trotz aller Arbeitsschutzmaßnahmen erkranken viele an Asthma durch ihren Beruf. Häufig hilft nur der Arbeitsplatz- oder Berufswechsel.

Schutzmaßnahmen und strenge Vorschriften sollen verhindern, dass Menschen am Arbeitsplatz giftige Chemikalien einatmen. Dennoch sind berufsbedingte Atembeschwerden keineswegs selten. Zwischen 5 und 19% aller ärztlichen Behandlungen wegen Atemwegserkrankungen lassen sich auf berufliche Faktoren zurückführen, berichtet der Arbeitsmediziner Professor Xaver Baur vom Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg.

Bekannt sind weiter über 200 Berufsallergene – die am häufigsten vorkommenden sind Mehlstaub, Latex sowie Nahrungs- und Futtermittelallergene. Und fast ebenso viele Stoffe – etwa Frisörmittel, Schweiß- und Schneidrauche – können die Atemwege reizen, ohne eine allergische Reaktion auszulösen. Baur sagt, dass Isocyanide, die in Lackhärtern enthalten sind und bei der Kunststoffherstellung anfallen, eine Doppelrolle spielen. Denn sie können Atemwegsreizungen und Allergien auslösen.

Was man gegen berufsbedingtes Asthma tun kann? Die Antwort wird vielen nicht schmecken: Karenz. Das bedeutet, den Kontakt mit den Auslösern vermeiden. Am Arbeitsplatz fällt das nach Erfahrung von Baur schwer, ist in den meisten Fällen sogar unmöglich. Weil oft schon geringste Mengen die Beschwerden auslösen, bleib häufig nur ein Arbeitsplatz- oder Berufswechsel. Der Arbeitsmediziner rät, diesen Wechsel dennoch früh zu wagen, bevor dauerhafte Schäden an der Lunge entstanden sind. 



Berliner Ärzteblatt  15.12.06/ Quelle: X. Baur: Obstruktive Atemwegserkrankungen durch Beruf und Arbeit; DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2006; 131 (48): S. 2705-2706
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