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Warum Bakterien und Pilzsporen vor Asthma schützen

Eigentlich hört sich das wiedersprüchlich an. Gerade Bakterien und Pilze sind es, die Asthma hervorrufen können. Doch anscheinend schützen diese Umweltorganismen auch vor der Erkrankung. Jedenfalls dann, wenn Kinder ständig mit ihnen konfrontiert sind und es dabei eine hohe Vielfalt unterschiedlicher Keime gibt. Wie diese Immunisierung funktioniert, können die Wissenschaftler noch nicht genau erklären. Sie vermuten aber, dass durch das Leben mit den Bakterien und Pilzen entweder das Immunsystem gestärkt oder die Besiedlung der Atemwege mit Asthma-auslösenden Keimen verhindert wird.

 
Kinder leiden europaweit zunehmend unter Asthma. Verschont bleiben häufig Kinder, die auf einem Bauernhof leben. Warum das so ist: Studien besagen, dass Kindern von Landwirten einer Vielzahl von Umweltmikroorganismen ausgesetzt sind, die sie wohlmöglich "abhärten". Eine Studie hat gezeigt, dass Kinder auf Bauernhöfen auch in Innenräumen mit viel mehr verschiedenen Umweltmikroben konfrontiert werden als andere Kinder. Die Umweltkeime treten quasi als Gesundheitswächter auf: Je vielfältiger der Mikrozoo im Hausstaub war, desto geringer war das Asthma-Risiko.

Wie das aber genau funktioniert, darauf haben die Wissenschaftler noch keine gültige Erklärung parat, es gibt aber mehrere. Auf welche Weise diese Keime das Asthma-Risiko senken, ist aber noch unklar. Die Wissenschaftler halten verschiedene Erklärungen für denkbar. Variante 1: Durch die Vielzahl der Keime wird das Immunsystem auf Trab gebracht, was das Entstehen von Asthma unterbindet. Variante 2:  Weil die vielen unterschiedlichen Umweltmikroorganismen die unteren Atemwege vollständig besiedelt haben, können sich die Asthma-auslösenden Keime nicht mehr fest setzen. Allerdings vermuten die Wissenschaftler, dass es nicht allein, die schiere Anzahl von Mikroben ist, sondern viel mehr auch die Kombination ganz spezieller Keime schützt. Dazu gehören Staphylokokken - z.B. die Art Staphylococcus sciuri - und  Schimmelpilze der Gattung Eurotium.


Berliner Ärzteblatt 24.02.11/ Quelle: „Exposure to Environmental Microorganisms and Childhood Asthma”, Markus J. Ege et.al., New England Journal of Medicine online

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