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Wer Asthma hat, bekommt auch häufig Probleme mit dem Herzen

Asthma bronchiale schlägt sich nicht nur auf die Atemwege und die Lunge, sondern auch auf andere Organe nieder. Besonders betroffen ist das Herz und die Gefäße. Verantwortlich dafür machen Ärzte die mit dem Asthma verbundenen Entzündungen. Studien haben bereits heraus gefunden, dass Asthma das Risiko für eine koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht. Eine weitere Studie bestätigt, dass Asthma auch das Entstehen von Vorhofflimmern begünstigen kann.

Vorweg: Vorhofflimmern ist eine Form einer Herzrhythmusstörung. Dabei kann das Herz nicht nur zu rasen anfangen - normalerweise schlägt es 60 bis 100 mal pro Minute, bei Vorhofflimmern können es 120 Schläge pro Minute und mehr sein. Außerdem gerät das Herz aus dem Takt, verliert komplett seinen  Rhythmus und schlägt unregelmäßig. Bei manchen bleiben diese Ereignisse völlig unbemerkt, andere leiden unter Herzstolpern oder -rasen, bekommen Atemnot und Angst. Meist ist Vorhofflimmern nicht lebensbedrohlich, es kann aber zu einem Schlaganfall führen. Deshalb ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Um heraus zu bekommen, ob Asthma das Risiko für Vorhofflimmern erhöht, wurden die Daten von 54 567 Patienten von zwei norwegischen Krankenhäusern ausgewertet. Bei 5961 Patienten (10,9%) war Asthma diagnostiziert worden, kein Patient hatte zu Beginn der Untersuchung Vorhofflimmern. Nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 15,4 Jahren, hatten 2071 Patienten (3,8%) die Krankheit Vorhofflimmern entwickelt. 

Diejenigen Patienten, die unter Asthma litten, hatten ein um durchschnittlich 38% erhöhtes Risiko, auch an Vorhofflimmern zu erkranken. Das Risiko steigerte sich mit der Schwere der Asthmaerkrankung und dem Grad der Nicht-Behandlung. Am höchsten war das Risiko für Vorhofflimmern bei Patienten mit unbehandeltem schweren Asthma - dort lag es bei 74%.

Hinweis: Der Zusammenhang zwischen Asthma und Herz kann auch umgekehrt negative Gesundheitsfolgen haben. Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche, Herzschwäche) entwickeln manchmal das sogenannte Asthma cardiale. Das ist eine dem Asthma bronchiale ähnliche Krankheit, bei der sich die Bronchien verengen und so die Luftzufuhr und -abfuhr in und von der Lunge behindert wird. Das Asthma cardiale entsteht, weil es dem Herzen nicht gelingt, genug Blut vor der linken Herzkammer wegzupumpen und es deshalb zu einem Stau kommt. In der Folge staut sich das Blut bis in die Lungenvenen und in die Lungenkapillaren zurück und behindert den dort stattfindenden Gasaustausch mit der Atemluft.  

12.7.2018 cs / Quelle: JAMA

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