Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Frisches Obst und Gemüse können vor Asthma schützen (Foto: DAK/Hanuschke +Schneider)
Frisches Obst und Gemüse können vor Asthma schützen (Foto: DAK/Hanuschke +Schneider)
Bei Ernährungssünden kann Asthma entstehen

Wie man sich ernährt, das kann Einfluss auf das Risiko haben, an Asthma zu erkranken. In einer australischen Studie war bereits nachgewiesen worden, dass Patienten mit Asthma mehr Fett und weniger frisches Obst und Gemüse verzehren als gesunde Menschen. Jetzt belegt eine Untersuchung aus der Schweiz, dass das Entstehen von Asthma von der Menge konsumierter Früchte und Gemüse abhängt.

Unsere - auch westlich genannte - Ernährungsweise gilt als nicht gerade gesundheitsfördernd. Zu viel Fett und Fleisch und zu wenig frische Früchte und Gemüse werden für viele Krankheiten verantwortlich gemacht. Das gilt offensichtlich auch für Asthma. Vor allem scheint der Mangel an Ballaststoffen die Erkrankung der Lunge zu befördern.

Wie das zusammenhängt? Wissenschaftler vom Universitätsspital Lausanne (CHUV) haben heraus gefunden, dass Darmbakterien die in den Ballaststoffen enthaltenen Nahrungsfasern fermentieren. Die dabei entstehenden Fettsäuren gelangen ins Blut und stärken unsere Darmflora aber auch die Abwehrkräfte. Sie beeinflussen auf diesem Wege die Immunantwort in der Lunge. Benjamin Marsland vom CHUV betont, dass die mikrobielle Vielfalt im Darm nicht nur in der Vorbeugung von Darmkrebs eine wichtige Rolle spielt: "Wir zeigen nun erstmals, dass der Einfluss der Darmbakterien viel weiter, nämlich bis zur Lunge, reicht."

Gezeigt haben Marsland und Kollegen das an Mäusen. Tiere, die  mit einer Niedrigfaserkost ernährt wurden, entwickelten auf einen Extrakt von Hausstaubmilben eine stärkere allergische Reaktion mit weitaus mehr Schleim in der Lunge als die Mäuse mit einer Standarddiät. Marsland ist überzeugt, dass sich diese Resultate auf den Menschen übertragen lassen, weil sich das Immunsystem von Maus und Mensch kaum unterscheiden.

Dass sich die Ergebnisse durchaus übertragen lassen, zeigt die australische Studie am Hunter Medical Research Institute. Die untersuchten Asthmapatienten ernährten sich fettreicher und ballaststoffärmer als die Gesunden. Bei den Asthmatikern galt, dass je höher der Fettkonsum und je geringer die Ballaststoffaufnahme war, desto schlechter waren die Lungenfunktion und desto stärker die Anzeichen einer Entzündung.


Berliner Ärzteblatt 07.01.2014/ Quelle: Nature Medicine, Respiratory

Wie Ernährung und Reichtum das Entstehen von Asthma und Allergien beeinflussen

Ein Magenkeim scheint vor Asthma zu schützen

Die heilende Kraft des Kurkuma

Asthma: Brokkoli schützt

 
Seite versenden  
Seite drucken