Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Allergisches Asthma: Bald besser behandelbar

Bei Asthma sind die Atemwege chronisch entzündet. Das führt zu einer vermehrten Schleimproduktion sowie einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur. Manche Patienten erleiden sogar lebensbedrohliche Anfälle mit Atemnot. Jedes zehnte Kind leidet unter Asthma. Jetzt haben Wissenschaftler möglicherweise einen neuen Weg gefunden, Asthmaanfälle nicht nur zu lindern, sondern sogar dagegen zu immunisieren.

Je nach Auslöser des Asthma unterscheiden Ärzte zwischen der allergischen und der nicht-allergischen Variante. Bei einer Studie an der Kinderklinik Erlangen stießen die Wissenschaftler auf ein körpereigenes Eiweiß mit Namen T-bet. Dieses Eiweiß spielt bei allergischem Asthma eine wichtige Rolle. Bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren, deren Körper wenig T-bet produzierte, war der Botenstoff Interleukin-6, kurz IL-6, stark erhöht. Je weniger T-bet desto mehr IL-6 fanden die Wissenschaftler.

IL-6 kurbelt die Bildung spezieller Abwehrzellen an, was eigentlich gut ist, weil sie Krankheitserreger abwehren. Beim chronischen Asthma ist es aber weniger erquicklich, weil die Krankheit dadurch verschlimmert wird. T-bet dagegen sorgt dafür, dass vermehrt jene Abwehrzellen entstehen, die anti-entzündliche und damit mildernde Wirkung auf das Asthma haben.

Diese Erkenntnisse halfen den Wissenschaftlern dabei, eine Immuntherapie gegen Asthma zu entwickeln. Dabei werden steigende Dosen des allergieauslösenden Stoffes gegeben, was zu einer verminderten Produktion der Hauptverursacher des allergischen Asthma, also IL-6, führte. Dadurch entstanden wiederum weniger Abwehrzellen, die das Asthma verschlechtern.

Außerdem konnten sie mit Hilfe spezieller Antikörper ein, die die Signalübertragung des Botenstoffs IL-6 blockierten, die Entzündungen reduzieren. Beide Entdeckungen könnten dazu beitragen, neue Therapieansätze für allergisches Asthma bei Kindern zu finden.

Berliner Ärzteblatt 19.08.2013/ Quelle: Scientific Reports

Stadtkinder erkranken eher an Asthma

Asthma: Neue Therapie gegen trockenen Schleim

Asthma bei Kindern: Kaum diagnostizierbar

Asthma: Brokkoli schützt

 
Seite versenden  
Seite drucken