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Zigarette
Rauchen: Verursacht nicht nur Lungenkrebs und Herzerkrankungen, sondern soll auch Leistung des Gehirns verschlechtern (Foto: BBC)
Dumm durch Rauchen?

Rauchen schadet dem Gehirn. Sagen deutsche Forscher. Allerdings gibt es auch Stimmen, die dem Nikotin eine förderliche Wirkung auf das Gehirn nachsagen.

Rauchen verursacht Lungenkrebs und Herzerkrankungen – das steht auf gesetzliche Anordnung mittlerweile auf den Packungen. Untersuchungen der Berliner Charité und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt sagen nun, dass Zigaretten auch das Gehirn schädigen. Mit jedem Zug töten Raucher ihre grauen Zellen ab. Die Forscher hatten die Gehirne von Rauchern und Nichtrauchern verglichen.

Von dem Schrumpfprozess betroffen sollen insbesondere die Regionen sein, die für Erinnerung und Aufmerksamkeit wichtig sind. Das ist aber noch nicht alles: Wer lange Zeit Nikotin konsumiert, schränke alle seine kognitiven Fähigkeiten ein, heißt es in der Studie.

Schon vor einigen Jahren hatte eine Studie von Rauchen Erasmus MC ergeben, dass Rauchen bei älteren Menschen den Verfall des Gehirns beschleunigen soll. Die Verfallsrate soll bei Rauchern fünf Mal höher liegen als bei Menschen, die nie geraucht haben.

Doch es gibt auch Wissenschaftler, die Nikotin positive Wirkungen auf das Gehirn bestätigen. So komme es bei Bindung an die Nikotinrezeptoren zur Ausschüttung unterschiedlicher Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Endorphinen. Diese beeinflussen verschiedene funktionale Strukturen des Gehirns, wobei es individuelle Unterschiede gibt. Und das sorge dafür, dass Hirnfunktionen wie Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Lernen durch Nikotin verbessert würden.

Inwieweit die Schädigung der Gehirnzellen allerdings von Dauer ist, bleibt umstritten. Erst kürzlich hatte der australische Wissenschaftler Perry Bartlett behauptet, dass eine Zerstörung der Gehirnzellen durch Alkohol stattfinde. Denn das Gehirn sei durchaus in der Lage, neue Gehirnzellen zu bilden.

WANC 25.07.07

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