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Umweltschadstoffe, wie Zigarettenrauch, können dafür sorgen, dass Allergie auftritt (Foto: Stock photo)
Umweltschadstoffe, wie Zigarettenrauch, können dafür sorgen, dass Allergie auftritt (Foto: Stock photo)
Zigarettenrauch macht anfällig für Allergien

Dass Umweltschadstoffe, und dazu gehört Zigarettenrauch, generell der Gesundheit schaden, belegen viele wissenschaftliche Untersuchungen. Inzwischen finden Forscher auch immer mehr Belege dafür, dass diese Umweltschadstoffe ganz bestimmte Krankheiten beeinflussen. Das betrifft insbesondere das Entstehen von Allergie. Zigarettenrauch wirkt sich auf Zellen im Blut aus, die Allergien auslösen oder fördern können. 

Dabei geht es um sogenannte Vorläuferzellen, die im Knochenmark heranreifen und dann in die Blutbahn ausgeschwemmt werden. Nun hat ein Team des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung heraus gefunden, dass Umweltschadstoffe diesen Reife– und Entsendeprozess beeinflussen. Bisher wusste man schon, dass sich im Blut von Allergikern – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen – eine erhöhte Zahlen von eosinophilen/basophilen Vorläuferzellen - das sind Zellen, die Überempflichkeits- und allergische Reaktionen übertragen - nachweisen lassen. Findet man in der Nabelschnur diese Vorläuferzellen, dann ist das Risiko für ein Auftreten von Allergie bei dem Neugeborenen erhöht.

Bei 60 Kindern im Alter von einem Jahr wurden bei diejenigen mit Hauterkrankungen wie atopischer Dermatitis oder Milchschorf erhöhte Mengen an eosinophilen Vorläuferzellen in ihrem Blut entdeckt. So reagieren Kinder, die bereits erkrankt sind, besonders sensibel auf Schadstoffe aus der Umwelt: Nachwuchs aus Familien mit hoher Belastung an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), die aus dem Zigarettenrauch frei gesetzt werden, in der Wohnung, wiesen deutlich mehr allergierelevante eosinophile/basophile Vorläuferzellen auf. Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler ist eindeutig: "Es besteht eine Verbindung zwischen genetischer Veranlagung für eine Erkrankung und Umwelteinflüssen – es gibt Faktoren in Umwelt und Lebensstil, die darüber entscheiden, ob eine genetische Anlage zur Ausprägung gelangt oder nicht."

Berliner Ärzteblatt 15.11.2012/ Quelle: Clinical & Experimental Allergy. DOI:10.1111/j.1365-2222.2012.04024.x

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