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Kohlendioxid: Mehr Pollen, mehr Allergien

Durch die hohen Kohlendioxid-Emissionen (CO2) nimmt der Pollenflug in Europa zu. Wissenschaftler aus 13 EU-Nationen haben die Pollenwerte für mehr als 20 Arten von Bäumen und Pflanzen gemessen. Der  Zusammenhang von einem Ansteigen des Kohlendioxids und der Pollen war eindeutig.
 
Ärzte registrieren es schon seit einigen Jahren: Immer mehr Patienten leiden unter Heuschnupfen und andere Allergien. Verantwortlich wurden bisher die höheren Temperaturen gemacht, weil die zu einer erhöhten Produktion von Pollen führt. Doch Annette Menzel von der Technischen Universität München betont, dass die Temperaturen nachweislich nicht der Grund sind. Es sei vielmehr das Kohlendioxid, das die Pollenmenge an Pollen erhöhe. Aber: Das trifft nicht auf alle Pflanzenarten zu. Bei manchen Arten hat sich Menge sogar verringert.

Zugenommen hat der Pollenausstoß bei 60% der Arten. Darunter befinden sich auch jene neun Arten, die Allergikern besonders gefährlich werden können. Auch insgesamt hat die Pollenmenge zugenommen. Der Anstieg erfolgte in dem Rahmen, in dem es mehr  Kohlendioxid in den Städten gab. Warum das nur innerhalb aber nicht außerhalb der Städte gilt, können die Wissenschaftler nur vermuten. Sie schätzen, dass Ozon-Moleküle außerhalb des städtischen Raumes länger präsent sind. Ozon gilt als Wachstumshemmer von Pflanzen.

In der Zukunft müsse man sich auf eine weiter zunehmende Pollenmenge einstellen, warnt Metzle, denn es sei zu erwarten, dass auch die Kohlendioxid-Konzentration zunehmen werde. Ein weiterer Trend: Die Pollensaison verlängere sich, weil inzwischen Pflanzen bei uns heimisch werden, die bisher in tropischeren Gegenden heimisch sind.

CO2 wird im übrigen bei der Verbrennung fossiler Energieträger produziert. 2008 waren das weltweit 29381 Mio. Tonnen. Fast zwei Drittel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen werden von zehn Staaten verursacht, rund ein Fünftel jeweils alleine von den USA und von China. Deutschland liegt 2008 in der Hitliste der Klimasünder auf Platz sechs.


Berliner Ärzteblatt 12.04.2011/ Quelle: European Geosciences Union (EGU)
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