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Es gibt 80 verschiedene Schlaf- und Wachstörungen (Foto: DAK/Wigger)
Schlafstörungen – Was sind das eigentlich?

Die Schlafmedizin kennt über 80 verschiedene Schlaf- und Wachstörungen. Für Mediziner steht dabei der Begriff des “erholsamen Schlafes” im Mittelpunkt. Menschen, denen dieser mindestens drei Nächte pro Woche fehlt, und das vier Wochen oder länger, leiden unter Schlafstörungen.

Es gibt drei verschiedene Gruppen von Schlafstörungen:

• Ein- und Durchschlafstörungen
• Tagesschläfrigkeit
• Störungen, die während des Schlafens auftreten

Genau voneinander abgrenzen lassen sich die drei Gruppen in der Realität allerdings meistens nicht. Aber sie haben eins gemeinsam: Sie wirken sich alle auf die Befindlichkeit am Tag und auf die Lebensqualität aus. Einige Störungen sind sogar so schlimm, dass sie die Gesundheit ernsthaft bedrohen.

Insomnie
Insomnien sind Ein- und Durchschlafstörungen. Sie sind am häufigsten verbreitet. Betroffene können nicht einschlafen und wachen nachts oft auf. Auf kurze Schlafphasen folgen lange Wachperioden. In den frühen Morgenstunden können viele von ihnen dann gar nicht mehr schlafen.

Hypersomnie
Hypersomnie bezeichnet eine übermäßige Schläfrigkeit am Tag. Die Betroffenen kämpfen tagsüber mit Müdigkeitsanfällen. Viele nicken sogar zwischendurch ein, ohne es zu wollen. Dieser sogenannte Mikroschlaf dauert meistens nur Minuten oder Sekunden. Der Arzt klärt hier meist ab, ob nächtliche Atemstillstände (Apnoen) der Auslöser sind.

Narkolepsie
Narkolepsie – auch Schlaffallsucht genannt – lässt Betroffene ihre Müdigkeit nicht steuern. Unvermittelt können sie tagsüber in jeder Situation einschlafen. Die Krankheit tritt eher selten auf. Sie kann sich auch mit einer plötzlichen Muskelschwäche äußern. Einzelne Teile der Körpermuskulatur, zum Beispiel Mundwinkel, Augenlid, aber auch Arme oder Beine erschlaffen dabei für einige Minuten. Narkoleptiker leiden unter ihren Anfällen, da ihre
Umgebung meist mit Unverständnis reagiert.

Parasomnie
Parasomnien sind Störungen, die während des Schlafens auftreten. Zu ihnen gehören Alpträume, Schlafwandeln oder nächtliches Aufschrecken. Meistens sind Stress oder seelische Belastungen die Gründe dafür. Viele Betroffene können aus Angst vor diesen nächtlichen Szenarien nur noch schwer einschlafen.

Restless-Legs-Syndrom
Eine besondere Form der Insomie ist das “Syndrom der ruhelosen Beine”, auf englisch: Restless-Legs-Syndrom. Sobald die Beine zur Ruhe kommen, kribbeln sie unangenehm, schmerzen und bewegen sich wie von selbst. Nur aktive Bewegung nimmt den Schmerz. So bleibt den Betroffenen nichts anderes übrig, als umherzugehen statt zu schlafen, selbst wenn sie müde sind.

Schlafapnoen
Schlafapnoen sind nächtliche Atemstillstände. Sie sind in Deutschland die zweithäufigste Schlafstörung und sogar lebensgefährlich. Bis zu mehreren hundert Malen pro Nacht bekommen die Betroffenen im Schlaf keine Luft. Ein Überlebensreflex des Gehirns beendet die Schlafapnoe. Er veranlasst den Körper zum Aufwachen und damit zum Atmen. Menschen mit einer Apnoe leiden tagsüber unter schwerster Müdigkeit (Hypersomnie) – selbst wenn sie von den nächtlichen Aussetzern nichts mitbekommen haben. Betroffen sind überwiegend Männer, die übergewichtig sind und auf dem Rücken schlafen.

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