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Wechselndes Wetter setzt das Herz unter Druck, Gefahr für einen Herzinfarkt besteht vor allem bei geringen Temperaturen, bei starkem Wind und niedrigem Luftdruck sowie besonders feuchten oder trockenen Tagen (Foto: günther gumhold / pixelio.de) 
Wechselndes Wetter setzt das Herz unter Druck, Gefahr für einen Herzinfarkt besteht vor allem bei geringen Temperaturen, bei starkem Wind und niedrigem Luftdruck sowie besonders feuchten oder trockenen Tagen (Foto: günther gumhold / pixelio.de) 
Das Wetter nimmt Einfluß auf die Gesundheit des Herzens

Dass sich das Wetter auf das Wohlgefühl und die Gesundheit auswirken, wissen Menschen mit Migräne, Rheuma, Asthma und anderen chronischen Erkrankungen aus eigener Erfahrung. Und das, obwohl diese Zusammenhänge lange Zeit oft als reine Einbildung abgetan wurden. Eine neue Studie belegt nun, dass es Wetterlagen gibt, bei denen das Risiko für einen Herzinfarkt steigt.

Wenn sich das Wetter abrupt verändert, bekommen viele Menschen Beschwerden. Ob Hitzewelle, Regen oder Föhn, wetterfühlige Menschen reagieren auf einen Wetterwechsel sehr sensibel. Manche leiden unter Kopfschmerzen, andere unter Schlafstörungen, bei wieder anderen schmerzen die Gelenke oder die Psyche verändert sich. Je kurzfristiger das Wetter umschwenkt und je extremer der Wechsel ausfällt, um so mehr wird der Körper belastet. Das gilt besonders für den Kreislauf, wenn starke Hitze oder Kälte herrscht. 

Kardiologen der Universitäts-Hospitäler in Lund, Örebro, Linköping und Stockholm sowie in Singapur und Boston haben die zwischen 1998 und 2013 gesammelten Gesundheitsdaten von 274.029 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 71,7 Jahren ausgewertet. Als Informationen standen die täglichen Wetterverhältnisse zur Verfügung. Im Beobachtungszeitraum wurde bei 92.044 wurde ein Herzinfarkt diagnostiziert.

Die Gefahr für einen Herzinfarkt nahm bei bestimmten Wetterbedingungen zu: bei geringeren Temperaturen, bei einem niedrigen Luftdruck, bei stärkerem Wind und bei kürzerem Sonnenschein. Besonders fiel auf, dass bei einer Erhöhung der Lufttemperatur das Herzinfarktrisiko sank: Pro Anstieg um 7,4 Grad Celsius sorgte für eine Verminderung von 2,8% in der Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarktes. 

Auch die Luftfeuchtigkeit hatte erheblichen Einfluß. An besonders trockenen oder besonders feuchten Tagen treten vermehrt Herzinfarkte auf. Am wenigsten drohte Gefahr bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 %.  

2.11.2018 cs / Quelle: JAMA Cardiol.

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