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Patienten mit Vorhofflimmern tragen ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall

Ärzte mahnen, dass sich viele Schlaganfälle vermeiden ließen, wenn das Vorhofflimmern rechtzeitig und angemessen behandelt würde. Die Behandlung scheint allerdings in verschiedenen Versorgungseinrichtungen  durchaus unterschiedlich asuzufallen. Ein Patient kann von Glück sagen, wenn er in spezialisierten Fachzentren oder Kliniken behandelt wird.

Wenn Ärzte von Vorhofflimmern sprechen, dann meinen sie damit eine Störung des Herzrythmus.  Diese Störungen bedrohen zwar nicht sofort das Leben, werden aber unbehandelt gefährlich, weil sie einen Schlaganfall hervor rufen können. Das Flimmern beschreibt einen Zustand, bei dem das Herz das Blut nicht mehr richtig durch seine Kammern und Vorhöfe pumpen kann und sich dort Blut ansammelt und Gerinnsel bildet. Gelangt ein solches Blutgerinnsel ins Gehirn, dann ist die Gefahr sehr groß, dass es dort ein Gefäß verstopft. Die Folge ist ein Schlaganfall. Begleitet wird dieses Geschehen häufig von einem komplett unregelmäßigen Puls, der anzeigt, dass das Herz seinen Takt vollständig verloren hat.

Damit das nicht passiert, muss die Rhythmusstörung frühzeitig erkannt werden. Das gelingt mit einem EKG (Elektrokardiogramm - zeichnet die Kontraktion des Herzens auf), wenn das Vorhofflimmern gerade auftritt. Um es zweifelsfrei zu entdecken, muss ein Langzeit-EKG her. Die Behandlung des Vorhofflimmerns erfolgt durch gerinnungshemmende oder antithrombotische Medikamente. Der unruhige Herzschlag wird mit Medikamenten behandelt, die die Herzfrequenz regulieren.

Das Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET) kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Behandlung des Vorhofflimmerns ganz unterschiedlich erfolgt. Sie hängt davon ab, in welches Krankenhaus oder zu welchem Arzt man kommt. So können Patienten nur in den spezialisierten Fachzentren, also in Universitätskliniken und bei niedergelassenen Kardiologen, darauf hoffen, angemessen behandelt zu werden. Bei diesen Versorgungseinrichtungen erfolgt zu 70% eine richtige und auch vorbeugende Therapie. Bei regionalen nicht spezialisierten Krankenhäusern und Hausärzten geschieht das nur in 50% der Fälle.

Berliner Ärzteblatt 06.06.2011/ Quelle: Kompetenznetz Vorhofflimmern

Weitere Informationen:
Vorhofflimmern: Störung des Herzrhythmus mit gefährlichen Folgen
Schlaganfall: Mehr Risiko durch Vorhofflimmern
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