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Bei einer Schlaganfalltherapie ist die Länge des Blutgerinnsels entscheidend

Ein Schlaganfall entsteht meist, weil ein Blutgerinnsel ein Hirngefäß verstopft. Das sorgt dafür, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet wird. Wie lang dieses Blutgerinnsel ist, entscheidet über die Therapie. Denn neueste Studien belegen, dass Gerinnsel ab einer bestimmten Länge sich nicht mehr mit Medikamenten auflösen lassen. Dann hilft nur noch eine Katheterbehandlung.
 
Ein Schlaganfall wird in der Regel mit der sogenannten Thrombolyse, kurz Lise, behandelt. Dabei soll ein Medikament das Gerinnsel im Gehirn auflösen. Dr. med. Olav Jansen, Direktor des Instituts für Neuroradiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel hat nun heraus gefunden,  dass die Lyse bei kleinen Gerinnseln mit einer Länge von weniger als sechs Millimetern gute Ergebnisse erzielen kann. Sie bleibe aber erfolglos, sobald die Gerinnsel länger sind.

Größere Gerinnseln müssen deshalb mit Hilfe eines Katheters behandelt werden. Der dient dazu, das Thrombolyse-Medikament unmittelbar vor das Gerinnsel spritzen zu können. Möglicherweise wird der Thrombus auch mit Hilfe des Katheters operativ entfernt - medizinisch Thrombektomie genannt. Mittlerweile liege die Erfolgsrate der Thrombektomie selbst bei langen Gerinnseln bei über 90%“, freut sich Jansen.



Berliner Ärzteblatt  24.03.2011/ Quelle: Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR), AWMF
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