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Stress am Arbeitsplatz: Für manche ein tödliches Risiko

Stress, das wissen wir inzwischen, schadet in der Regel der Gesundheit. Insbesondere das Herz leidet unter Stress am Arbeitsplatz. Und für Männer, die bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben oder an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, kann Stress sogar tödliche Folgen haben.

Gesammelt wurden die Daten von 102.633 Personen über einen Zeitraum von 13,9 Jahren. Bei Beginn der Untersuchung gaben 3441 Personen an, bereits an einer Herz-Kreislauf-Erkankung zu leiden. Während der Studie starben 3.841 Frauen und Männer an einem Herzproblem.

Als wichtigsten Grund für Stress am Arbeitsplatz kennzeichneten die Wissenschaftler, was sie Job Strain nennen.  Erklärt wird Job Strain so: hohe Anforderungen am Arbeitsplatz, gleichzeitig geringe Entschei­dungsbefugnisse. Es zeigte sich, dass das Risiko an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, bei Menschen, die im Job unter Stress stehen, erhöht ist. Bei denjenigen, die gleichzeitig an einer Herzerkrankung leiden, ist dieses Risiko aber viel höher als bei denen, die zwar gestreßt, aber ansonsten gesund sind. Das Risiko lag um etwa das Sechsfache höher.

Ein anderer Grund für Stress am Arbeitsplatz ist die sogenannte Effort–Reward Imbalance, womit ein Ungleichgewicht von geleisteter Arbeit und erhaltener Bezahlung - wobei nicht allein das Gehalt sondern genauso Wertschätzung, Sicherheit, Aufstiegsmöglichkeiten zählen - ausgedrückt wird. Diese Art von Stress erhöhte auch das Risiko für einen Tod durch Schlaganfall oder Herzinfarkt. Allerdings waren die Auswirkungen viel geringer als bei Job Strain und traf vorwiegend Männer.

Warum gerade Männer mit bestehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen am meisten von Job Strain gefährdet sind, darüber klärt die Untersuchung nicht auf. Die Wissenschaftler betonen aber, dass die Ergebnisse die bestehenden Präventions-Richtlinien bestärken würden, die psychischen Stress als eine Barriere für einen gesunden Lebensstil und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor Stressbelastungen warnen.

11.6.2018 cs / Quelle: The Lancet

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