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Schlaganfall: Gas verhindert schwere Folgeschäden

Forscher haben ein neues Therapiekonzept entwickelt, das bei Schlaganfällen zu einer besseren Durchblutung des Gehirns führen könnte. Die Gefahr: Bei einem Schlaganfall kommt es – meist wegen eines Blutgerinnsels – zu einer Minderdurchblutung des Gehirns, wodurch Nervenzellen absterben können. Die Folge sind schwere Schäden.

Für rund 90 Prozent der Betroffenen gibt es bislang keine kausale Therapie, um die schweren Folgeschäden zu vermeiden. Wissenschaftler des Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung (ISD), Klinikum der Universität München, haben nun erforscht, dass das Einatmen von Stickmonoxidoxid (NO), einer an sich giftigen chemischen Verbindung, die Durchblutung des Gehirns nach einem Schlaganfall verbessern kann. Im Tierversuch war die Hirnfunktion deutlich weniger beeinträchtigt als ohne NO-Gabe.

„Wir machen gerade mit Forschern der Harvard Medical School erste Tests, ob das Stickstoffmonoxid beim Menschen ähnlich effektiv ist, und würden dann gegebenenfalls eine internationale klinische Studie initiieren“, sagt Professor Nikolaus Plesnila. „Im Erfolgsfall bei nachgewiesener Wirkung ließe sich die neuartige Therapie sehr schnell umsetzen: NO wird bereits bei verschiedenen Lungenleiden breitflächig klinisch eingesetzt und könnte bei Bedarf sogar schon im Notarztwagen problemlos verabreicht werden.“

wanc 07.03.2012/ Quelle: Circulation Research, doi:10.1161/CIRCRESAHA.111.253419
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