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Ein gestörter Schlaf bringt Übergewicht und Herzprobleme

Rund ein Drittel aller Erwachsenen klagt über Schlafstörungen. Von denen sind sie dreimal oder häufiger pro Woche betroffen. Unterbrechungen des Schlafes oder kurze Schlafperioden hinterlassen ihre Spuren. Denn sie greifen das Herz an und bringen den Stoffwechsel durcheinander.

Oft haben Schlafstörungen ihre Ursache in dem sogenannten obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom (OSA). Dabei entsteht das Schnarchgeräusch durch die Abnahme der Muskelspannung in den oberen Atemwegen. Zusammenkommen die Vibration des Weichgewebes und die Verengung der Luftwege sowie eine erhöhte Atemgeschwindigkeit. Wenn dann zwischendurch immer wieder kurze Atemaussetzer, die Apnoen, auftreten, dann kann es gefährlich werden. 

Denn bei dem Versuch, Luft in die Lungen zu befördern, tritt im Brustkorb ein starker Unterdruck auf. Und der kann auch den Herzmuskel angreifen, warnt Professor Michael Arzt, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums am Universitätsklinikum Regensburg. Er weiß, dass viele Menschen mit OSA gleichzeitig unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Neben einem Bluthochdruck drohen Herzrhythmusstörungen oder eine Koronare Herzkrankheit, die jederzeit einen Herzinfarkt auslösen können.

Mit einer „Polygraphie“ lässt sich der OSA auf die Spur kommen.  Die Untersuchung können Patienten laut Arzt zuhause durchführen. Mit ihr werden Atemfluss, Atmungsbewegungen, Sauerstoffsättigung im Blut und die Herz- oder Pulsfrequenz während des Schlafes gemessen. Als Therapie empfiehlt nicht nur Arzt eine nächtliche Maskenbeatmung. Sie lindere die Schlafstörungen, helfe aber auch dabei, den Blutdruck zu reduzieren und die Wirksamkeit einer antiarrhythmischen Therapie zu verbessern.

Unter Schlafstörungen leider auch der Stoffwechsel. Kommt der natürliche Schlaf aus dem Rhythmus, steigen Blutzucker- und Insulinwerte an. Hinzu kommt, dass Schlafmangel hungrig macht. Professor Sebastian M. Schmid von Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig sieht darin einen Grund für die Zunahme der Zahl von übergewichtigen Menschen.

Was dagegen hilft? Schmid rät zu einer verbesserten Schlafhygiene mit ausreichenden nächtlichen Ruhezeiten. Dazu müssten Arbeitszeitmodelle optimiert werden, weil insbesondere Schichtarbeiter unter gestörtem Schlaf leiden. Außerdem sieht er in Bewegungs- und Ernährungsprogrammen eine Chance, Störungen der Tag-Nacht-Rhythmik entgegenzuwirken.

29.09.2015/ Quelle: DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift

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