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Die großen Gefahren der Schlafapnoe

Wenn im Schlaf zeitweise der Atem aussetzt, dann ist Gefahr im Verzug. Denn der mit Atemaussetzern im Schlaf, medizinisch Schlafapnoe, einhergehende Sauerstoffmangel löst die Ausschüttung von Stresshormonen aus. Diese können ein Herz krank oder ein bereits krankes Herz noch kränker machen. Gleichzeitig kann die Herzerkrankung auch Ursache für nächtliche Atempausen sein, was die Wahrscheinlichkeit für Schlafapnoe bei Herzpatienten deutlich erhöht.
 
Atemaussetzer im Schlaf können zu Bluthochdruck und langfristig zur Schädigung des Herz-Kreislauf-Systems führen – dieser Zusammenhang ist inzwischen vielen Menschen bewusst. Weniger bekannt jedoch ist: Die Herzerkrankung selbst ist oft auch Auslöser für die gefährlichen nächtlichen Atempausen.

Eine besondere Form der nächtlichen Atmungsstörung (zentrale Schlafapnoe) beobachtet man besonders häufig bei Menschen mit schwachem Herz oder nach einem Schlaganfall. Für die betroffenen ohnehin schon kranken Menschen beginnt somit ein Teufelskreis. Denn die Atempausen im Schlaf führen zu einem Sauerstoffmangel, der den Körper des Patienten unter massiven Stress setzt. Die freigesetzten Stresshormone wiederum sind schädlich für das bereits kranke Herz.

Nächtliche Atemaussetzer können für Herzpatienten bedrohlich sein. Bemerkt wird sie von den Betroffenen aber nur selten. Dabei belegen Neuere Untersuchungen belegen das Ausmaß der Gefahr, denn 75% der Herzschwäche-Patienten leiden auch  unter einer Atmungsstörung während des Schlafes. Werden die nächtlichen Atemaussetzer nicht behandelt, dann kann das das Leben verkürzen.

Es gibt zwei Varianten der schlafbezogenen Atmungsstörungen:
1. Die obstruktive Schlafapnoe (lat. obstructio: Sperrung), bei der die Atemstillstände durch eine Verengung oder Erschlaffung der Atemwege hervorgerufen werden.
2. Die zentrale Schlafapnoe, die überwiegend bei Patienten mit Herzschwäche oder Schlaganfall auftritt. Weil das Gehirn nicht die richtigen Signale empfängt, unterlässt es manchmal für Sekunden oder sogar Minuten, den Atemimpuls zu senden. Hier werden die nächtlichen Atempausen durch ein falsches Signal im Gehirn ausgelöst.

Ärzte warnen, dass beide Schlafapnoe-Formen das Herz schwer schädigen. Deshalb könne eine schnelle Diagnose und anschließende Behandlung Leben retten.



Berliner Ärzteblatt 29.03.2011/ Quelle: Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Schlafapnoe: Höheres Risiko für Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall

Schlafapnoe: Atemnot im Schlaf wird oft übersehen

Atemstillstände beim Schlafen: Schädigen Gehirn

 
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