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Wer Schlafapnoe behandelt, senkt die Blutfettwerte

Schlafapnoe, eine Krankheit, bei der die Atmung während des Schlafs kurzzeitig aussetzt, soll nach Ansicht von Medizinern unbedingt behandelt werden. Denn wer darunter leidet, hat ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass erfolgreich behandelte Schlafapnoe-Patienten niedrigere Blutfettwerte und ein geringeres Herzinfarktrisiko aufweisen, als Menschen, die sich nicht behandeln lassen.

Bis zu 20% der Erwachsenen leiden an Schlafapnoe. Im Rahmen einer Studie, die an der University of Sydney durchgeführt wurde, fand das Forschungsteam bei der Untersuchung von fast 40 Patienten heraus, dass durch eine Behandlung mit Überdruckmasken (CPAP) die Blutfettwerte (Triglyceride) nach Mahlzeiten gesenkt werden konnten. Wie hoch diese Werte nach einer Mahlzeit sind, kann ein Hinweis auf sich anbahnende Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Die durch Überdruckmasken erzielte Verbesserung der Blutfettwerte verminderte in der Folge das Herzinfarktrisiko um bis zu 25%.
 
Deutlich zeigte die Studie auch einen Anstieg  der Blutfettwerte in der Nacht und während des Schlafens. Wissenschaftler sehen darin einen Zusammenhang mit dem biologischen Rhythmus. Diese These werden durch Erfahrungen mit Nachtschichtarbeitern bestätigt. Denn deren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei besonders hoch. Ursache sei fettreiches Essen zu Zeiten, in denen die innere Uhr auf Ruhe gestellt sei und der Körper die Blutfettwerte nicht mehr richtig stellen könne. 



Berliner Ärzteblatt 12.08.2011/ Quelle: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine,  Institut Ranke-Heinemann, Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Schlafapnoe: Höheres Risiko für Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall

Schlafapnoe: Atemnot im Schlaf wird oft übersehen

Fettes Essen bringt innere Uhr durcheinander

 
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