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Wenn der Schlaf von Schnarchen und Atemaussetzern begleitet wird, dann besteht Gefahr für das Herz  (Foto: Helga Gross / pixelio.de)
Wenn der Schlaf von Schnarchen und Atemaussetzern begleitet wird, dann besteht Gefahr für das Herz (Foto: Helga Gross / pixelio.de)
Schlechter Schlaf und Herzprobleme: Eine unheilige Verbindung

Schlechter Schlaf belastet Herz und Kreislauf meist zusätzlich. Das gilt besonders für Schnarcher oder Menschen, die an nächtlichen Atemaussetzern - medizinisch Schlafapnoe - leiden. Allerdings haben  Herzkranke auch öfter mit Schlafapnoe zu kämpfen, belegt jetzt eine Studie. Was zuerst da war - Herzerkrankung oder Schlafstörung - kann die Studie letztlich nicht klären. Die Gefahren aber bleiben.

Von Schlafapnoe reden Ärzte, wenn die Atmung während des Schlafes gestört ist und die Atemaussetzer jeweils mehr als zehn Sekunden dauern sowie mehr als zehn mal pro Stunde auftreten. In besonders schweren Fällen kann das sogar bis zu 600 mal in einer Nacht passieren. Das wird dann richtig gefährlich, weil dadurch der gesamte Körper nicht mehr mit ausreichen Sauerstoff versorgt wird. Als Folgen dieser Atemstillstände nennen Mediziner Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Depressionen, Impotenz u.a.

Dass Schlafapnoe und Herzprobleme irgendwie zusammenhängen zeigt jetzt eine Studie mit 1192 Herzpatienten, die eine Stent-Implantation, einen Herzinfarkt oder ein akutes Koronarsyndrom, eine Baypass- oder eine Herzklappenoperation hinter sich gebracht hatten. Nur etwas weniger als ein Drittel dieser Herzpatienten konnten sich über einen ungestörten Schlaf freuen. 35% litten unter einer leichten Form der nächtlichen Atemaussetzer (5 bis 14 Apnoe-Episoden pro Stunde), und weitere 33% unter einer mittel- bis schwergradigen (mehr als 15 Apnoe-Episoden pro Stunde) Atemstörung im Schlaf.

Damit leiden Herzpatienten wesentlich häufiger unter Schlafapnoe als der Bevölkerungsdurchschnitt - etwa 8% aller Deutschen sollen davon betroffen sein. Aus der Studie ziehen die Wissenschaftler die Schlüsse, dass Schlafapnoe häufiger bei Männern, älteren Menschen, Übergewichtigen oder Diabetikern auftritt. Insbesondere bei Herzpatienten müsse die Schlafapnoe aber diagnostiziert und behandelt werden, um weitere schwere Folgeschäden zu vermeiden.


Berliner Ärzteblatt 10.04.2013/ Quelle: Clin Res Cardiol 2013
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