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Ausreichender Schlaf hilft, das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen zu senken (Foto: PhotoAlto)
Ausreichender Schlaf hilft, das Risiko von Herz-Kreislauf-Problemen zu senken (Foto: PhotoAlto)
Genügend Schlaf schützt das Herz

Ratschläge, die das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall senken sollen, hören sich fast immer recht ähnlich an: mehr Bewegung, gesunde Ernährung, wenig Alkohol und nicht Rauchen. Doch nun zeigt eine Studie, dass es einen weiteren Faktor gibt, der das Herz schützt: genügend Schlaf.

Die Studie hat die Lebensgewohnheiten von 8128 Männern und 9759 Frauen, alle im Alter zwischen 20 und 65 Jahren, über einen Zeitraum von 10 bis 14 Jahren beobachtet. In diesem Zeitraum erlitten 607 Personen eine Herz-Kreislauf-Erkrankung an der 129 verstarben. Grundsätzlich waren diejenigen seltener von Herzinfarkt und Schlaganfall betroffen, die die Gesundheitsempfehlungen befolgten: sich mindestens 3,5 Stunden in der Woche sportlich zu bewegen, sich gesund - mediterrane Küche - zu ernähren, weniger als ein alkoholisches Getränk im Monat zu trinken und keine Zigarette anzurühren.

Im Vergleich zu den Frauen und Männern, die diesen gesunden Lebensstil nicht befolgten, hatten die Gesundheitsbewußten ein um 57% vermindertes Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das Risiko an einer solchen Erkrankung zu sterben war sogar um 67% verringert.

Wenn die untersuchten Frauen und Männer aber außerdem noch zwischen sieben und acht Stunden pro Nacht schliefen, wirkte sich das zusätzlich positiv auf das Entstehen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung aus. Denn ausreichend Schlaf sorgte in Kombination mit den anderen vier gesunden Verhaltensweisen dafür, dass das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall um 65% und das daran zu sterben um 83% sank.

Für die Wissenschaftler ist deshalb klar, dass neben Sport, gesunder Ernährung, wenig Alkohol und nicht Rauchen auch ausreichender Schlaf das Herzrisiko verringern kann. Diese Ergebnisse würden frühere Forschungsprojekte bestätigen, die einen Zusammenhang zwischen schlechten Schlafgewohnheiten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hergestellt hatten.


Berliner Ärzteblatt 03.07.2013/ Quelle: European Journal of Preventive Cardiology
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