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Hoher Ruhepuls: Sogar für gesunde Menschen ein Risiko

Mit einer erhöhten Herzfrequenz lässt sich nicht spaßen. Denn ein schneller Puls im Ruhezustand deutet auch bei gesunden und gut trainierten Menschen auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko hin.

Grundsätzlich zeigt der Puls im Ruhezustand die körperliche Fitness eines Menschen an. So haben gut trainierte Menschen in der Regel eine niedrigere Herzfrequenz als weniger fitte Genossen. Kardiologen sagen, dass ein Ruhepuls von zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute völlig normal sind. Sehr gut durchtrainierte Leistungssportler liegen bei 32 bis 45. Der Schlag- und Lungenvolumen ist meist aber auch stark erhöht, d.h. mit jedem Herzschlag werden viel mehr Blut und Sauerstoff transportiert.

Wie sich der Puls auf Herz und Kreislauf sowie das Sterberisiko auswirkt, haben Ärzte in Dänemark bei 2798 Männern untersucht. Dabei wurden Daten zu Herz- und Kreislauf - darunter Blutdruck und Herzfrequenz, Gewicht, Rauchen sowie körperlicher Bewegung erfasst. Die Männer befanden sich beim Beginn der Studie im Jahr 1970/71 im mittleren Alter. Sie wurden in den Jahren 1985/86 ein zweites Mal untersucht und im Jahr 2001 ein letztes Mal, sofern sie noch lebten. Denn 39% (1082) waren bis dahin bereits verstorben.

Die Mediziner konnten anhand der erfassten Daten ermitteln, dass ein hoher Ruhepuls vor allem bei Männern gefunden wurde, die sich kaum körperlich bewegten. Außerdem hatten diese Testpersonen in der Regel ein erhöhten Blutdruck, höhere Blutfettwerte und ein höheres Gewicht. Es zeigte sich auch, dass je höher die Herzfrequenz in Ruhe war, desto höher war auch das Sterberisiko. Und das galt genauso für körperliche fitte Männer.

Diejenigen, der Puls zwischen 51 und 80 rangierte, verfügten über ein 40% bis 50% erhöhtes Sterberisiko. Das Risiko verdoppelte sich bei einem Puls zwischen 81 und 90. Und ein Ruhepuls von über 90 verdreifachte das Sterberisiko. Verglichen wurde das mit der niedrigsten Pulsrate, die unter 50 Schlägen pro Minute lag.

Demnach erhöhte sich pro 10 bis 22 zusätzliche Herzschläge in der Minute das Sterberisiko um durchschnittlich 16%. Rauchen ließ das Risiko auf 20% steigen. Jetzt betonen die Mediziner, dass der Ruhepuls eben nicht nur die physische Fitness eines Menschen anzeigt, sondern auch ein Faktor für die Herz-Kreislauf-Gesundheit darstellt.


Berliner Ärzteblatt 15.04.2013/ Quelle: Heart 2013
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