Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Herzinfarktrisiko senken: Nicht rauchen und viel bewegen

Wer etwas gegen das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, tun will, hat vor allem zwei Möglichkeiten: Er muss sich bewegen und er darf nicht rauchen. Zwei Studien belegen, dass beispielsweise regelmäßige Gartenarbeit und der Verzicht auf Zigaretten das Herzinfarktrisiko erheblich senken kann.

Gartenarbeit nutz dem Herz, weil die durch die Bewegung auch die Blutgefäße (endotheliale Funktion - Funktion der Innenhaut der Gefäße) besser arbeiten. Wer regelmäßig den Garten über einen Zeitraum von vier Jahren pflegt, hat sein Risiko für einen Herzinfarkt um 15% reduziert.

Herausgefunden haben das japanische Ärzte bei 111 Patienten mit Angina pectoris (Durchblutungsstörung des Herzens) oder anderen Herzproblemen, von denen 82 regelmäßig und 29 nie regelmäßig im Garten arbeiteten. Die Gärtner verfügten über eine deutlich bessere Endothelfunktion der Herzkranzgefäße. Damit hatten sie eine bessere Aussicht, ohne Herzinfarkt oder Schlaganfall die kommenden vier Jahre zu überleben. 
 
Auch der Verzicht auf Zigaretten reduziert das Herzinfarktrisiko. Der Körper benötigt etwa ein Jahr, um nach der Beendigung des Rauchens den Blutdruck von im Durchschnitt von 149/88 mmHG (Millimeter Quecksilbersäule) auf 129/81 und das Gesamtcholesterin von durchschnittlich von 6,2 auf 5,2 mmol/L zu senken.

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, hatte mit 64 Rauchern einem Stopp-Smoking-Programm durchgeführt. Immerhin rauchten 82% auch nach einem Jahr nicht mehr. Bei denen, die beim Nichtrauchen geblieben waren, verringerte sich das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall innerhalb von zehn Jahren von 4,2% auf 0,8%.

Berliner Ärzteblatt 24.05.2011/ Quelle: Cardio News; Stritzke et al, Smoking cessation: Significant reduction of predicted cardiovascular risk in longterm smokers, Abstract V1271, Clin Res Cardiol 100, 2011

Weitere Informationen:
Sport ist gut für das Herz - und für das Gehirn
Rauchverbote: Weniger Herzinfarkte
Gesunder Lebensstil: Krankheitsrisiken sinken
Herzinfarkt: Raucherinnen nicht durch Hormone geschützt

Wie äußert sich ein Schlaganfall? Was sind typische Symptome?

Was hat der Schlaganfall mit Alkohol zu tun?

Warum bekommen Frauen ab den Wechseljahren häufiger Schlaganfälle?

Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls: ASS oder Marcumar?

Warum ist es so wichtig, dass die Rehabilitation nach Schlaganfall schnell beginnt?

 
Seite versenden  
Seite drucken