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Bluthochdruck ohne Medikamente senken: Überaktive Nierennerven veröden

Es gibt Patienten, die leiden unter Bluthochdruck und obwohl sie Medikamente einnehmen, sinkt der Blutdruck nicht in die angestrebten Werte. Auf bis zu 15 Prozent der Bluthochdruck-Patienten trifft das zu. Eine relativ unkomplizierte Operation soll diese fatale Situation lösen.

Bis zu neun verschiedene Präparate nehmen diese Patienten täglich ein. Warum der Blutdruck dennoch nicht sinkt, hat folgenden Grund: Bei Bluthochdruck ist die Regulation des sympathischen Nervensystems häufig gestört und die Niere schüttet vermehrt Stresshormone aus. Die Operation bietet hier eine Lösung: Die überaktiven Nierennerven, die den Bluthochdruck in die Höhe treiben, können mittels Hochfrequenzstrom verödet und ausgeschaltet werden.

Das Verfahren nennt sich interventionelle sympathische Nierenarteriendenervation (RDN) Der Eingriff erfolgt an beiden Nieren minimal-invasiv jeweils über die Nierenarterie und dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Die Patienten sind während des Eingriffs ansprechbar, werden lokal betäubt und erhalten ein Schmerzmittel. In der Folge kommt es zu einer deutlichen Abnahme des systolischen und diastolischen Blutdrucks sowie der Ruheherzfrequenz. Im Durchschnitt wird der Blutdruck um 30 bis 40 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gesenkt, sagen die Ärzte. Und langfristig soll auch die Medikamenteneinnahme reduziert werden.

wanc 25.4.2012/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
 
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