Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Mit Musik das Herz gesund rocken

Musik kann Medizin sein. Die heilende Kraft der Musik wird bereits bei Schmerz-, Tinnitus-, Schlaganfall-, Depressions-, Parkinson- und Demenpatienten eingesetzt. Jetzt belegt eine Studie, dass angenehme Musik bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung (KHK) die Gefäßfunktion verbessert. Bei einer KHK sind die Herzkranzgefäße (Koronararterien) verengt oder verschlossen, wodurch das Herz mit zu wenig Sauerstoff versorgt wird.

Prof. Marina Deljanin Ilic (Universität Nis, Niska Banja, Serbien) hat 74 Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit untersucht. Die Funktion der Innenwand der Herzgefäße (Endothelfunktion) wurde anhand verschiedener Blutmarker wie Stickstoffoxiden (NOx) oder Xanthinoxidase (XO) bewertet. Die Studienteilnehmer führten entweder ein medizinisch überwachtes Fitnesstraining durch oder kombinierte dieses Trainingsprogramm mit dem täglichen 30 Minuten langen Hören von Musik oder hörte nur eine jeweils individuell bevorzugte Musik.

Nach drei Wochen waren die  In der Musik-Gruppe genauso wie in der kombinierten Musik-Trainings-Gruppe hatten sich die NOx-Werte erhöht, wobei die Steigerung am höchsten bei der Kombination von Musik und Bewegung ausfiel. Stickstoff erweitert die Blutgefäße, hohe NOx-Werte bedeuten also geringere Gefahr von Gefäßverschlüssen. Dagegen verminderten sich die XO-Werte - ein Maßstab für ungenügende Versorgung mit Sauerstoff - gingen in allen drei Gruppen zurück, am deutlichsten ebenfalls in der Kombinationsgruppe von körperlicher Bewegung und Musik. Im Vergleich zum Beginn der Studien hatte sich die körperliche Belastungsfähigkeit in der Musik-Trainings-Gruppe um 39%, in der Trainingsgruppe um 29% und in der nur Musik hörenden Gruppe um 19% verbessert.

Was die gesundheitsfördernde Wirkung der Musik ausmacht, erklärt sich Ilic so: „Dass das Hören von als angenehm erlebter Musik zu einer Verbesserung der Endothelfunktion beiträgt, könnte mit der Ausschüttung von Endorphinen und deren Effekt auf die NO-Bildung zu tun haben.“ Das bedeutet ungefähr soviel, dass das durch die Musik hervorgerufenen Glücksgefühl entspannende Stoffe im Körper aktiviert, die zu einer Entspannung und damit Erweiterung der Blutgefäße führen.

Berliner Ärzteblatt 03.09.2013/ Quelle: ESC

Musiktherapie bei Demenz: Besseres Befinden

Mit Musik gegen Tinnitus

Sanfte Musik für ruhigen Schlaf

 
Seite versenden  
Seite drucken