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Mental besonders Gefähredete sind auch für kardiovaskuläre Probleme gefährdet  (Foto: TK)
Mental besonders Gefähredete sind auch für kardiovaskuläre Probleme gefährdet (Foto: TK)
Psychisch anfällig - auch anfälliger für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Wer psychisch angeschlagen ist, dessen Risiko steigt, auch an Herz und Kreislauf angeschlagen zu werden. Dass sich psychische Erkrankungen auch auf die Gesundheit des Körpers auswirken können, weiß man inzwischen. Doch jetzt zeigt sich, dass mental besonders Gefährdete auch für kardiovaskuläre Probleme gefährdeter sind.

Die vom dänischen Universitätskrankenhaus Glostrup durchgeführte Studie untersuchte 10.943 Männer und Frauen - alle ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen - über einen durchschnittlichen Zeitraum von 15,9 Jahren. Nach dem Ende der Beobachtungszeit waren 3045 Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgetreten. Dabei zeigte sich, dass es einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Anfälligkeit für psychische Leiden und dem Eintreten von kardiovaskulären Problemen bestand. Menschen, die mental sehr verletzlich waren, hatten ein um 36% erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie diejenigen, die überhaupt keine mentalen Probleme hatten.

Ärzte sagen nun, dass ein Mangel an psychischer Belastbarkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht. Allerdings würden die etablierten Risikofaktoren Alter, Geschlecht, Rauchen, Bluthochdruck und Cholesterin derzeit so im Vordergrund stehen, dass andere Risiken zu wenig beachtet würden.

Warum mental anfällig zu sein, so negativ auf die Gesundheit von Herz und Kreislauf wirken, ist noch nicht wirklich geklärt. Eine mögliche Erklärung ist aber, dass durch die psychische Schwäche der Mensch ständigem Stress ausgesetzt ist. Und andauernde Stressbelastung gilt als Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.


Berliner Ärzteblatt 26.04.2013/ Quelle: EuroPRevent 2013
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