Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Insbesondere Ausdauersportarten helfen Patienten mit einem Herzvorfall, wieder gesund zu werden und zu bleiben (Paulwip/pixelio.de)
Insbesondere Ausdauersportarten helfen Patienten mit einem Herzvorfall, wieder gesund zu werden und zu bleiben (Paulwip/pixelio.de)
Viele Herzkranke haben Angst vor Bewegung

Bewegung hilft unserer Gesundheit. Auch nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kann angepasste sportliche Betätigung helfen, wieder gesund zu werden und zu bleiben. Doch viele Menschen mit Herzproblemen haben offensichtlich vor Bewegung Angst, wie eine schwedische Studie nun offenbart.

Die Ärzte nennen es Kinesophobie. Damit ist die Angst von Menschen gemeint, sich zu bewegen. Insbesondere Patienten mit einer koronare Arterienkrankheit (KAK) fürchten sie offensichtlich vor Bewegung. Die KAK entsteht, wenn sich Plaques auf der Innenwand der Blutgefäße  (Atherosklerose) ablagern, durch die das Blut zum Herz transportiert wird. Diese Ablagerungen verengen die Arterien und lassen sie hart werden. Das reduziert den Zufluss von Blut zum Herzen. Deshalb wird das Herz nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, was zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen kann.

An der Universität Göteborg wurden 332 Patienten mit KAK nach einem Herzinfarkt beobachtet. Jeder fünfte dieser Patienten litt unter der Angst, sich zu bewegen, weil er Angst hatte, dass seine Gesundheit darunter leiden könnte. Kinesophobie treffen Ärzte im übrigen auch bei anderen Krankheiten an - insbesondere bei chronischen Schmerzen. Die Angst vor der Bewegung verhindert nach Ansicht von Medizinern verhindert nicht nur eine schnellere Rehabilitation, sondern verschlechtert auch die Lebensqualität.

In der Untersuchung hatten diejenige Patienten, die Bewegung als schlecht für ihre Gesundheit ansahen, weniger Muskelkraft und waren deshalb von körperlicher Anstrengung viel schneller ausgepowert. Das führte dazu, dass sie sich schlechter fühlten und öfter an Angstzuständen und Depressionen litten als diejenigen, die sich bewegten. Kinesophobie müsse früh erkannt werden, sagen die schwedischen Wissenschafter, weil dadurch die Sterblichkeit und Anfälligkeit für weitere Erkrankungen verringert werden könne.

Berliner Ärzteblatt 23.11.2012/ Quelle: Institute of Medicine, Sahlgrenska Academy, University of Gothenburg

Weitere Informationen:
Sport bei schwachem Herz
Herzschwäche: Training genauso wichtig wie Medikamente
Natürlicher Herzschutz: Mehr Bewegung, weniger Kalorien
Yoga hilft dem Herzen


Wie äußert sich ein Schlaganfall? Was sind typische Symptome?

Was hat der Schlaganfall mit Alkohol zu tun?

Warum bekommen Frauen ab den Wechseljahren häufiger Schlaganfälle?

Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls: ASS oder Marcumar?

Warum ist es so wichtig, dass die Rehabilitation nach Schlaganfall schnell beginnt?

 
Seite versenden  
Seite drucken