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Kalzium einzunehmen, schafft Probleme für Herz und Kreislauf

Über die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln - vor allem Mineralien und Vitamine - gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Während die einen sie als Quelle der Gesundheit hervor heben, geiseln sie andere - zumindest in hohen Dosen - als Gefahr für die Gesundheit. Mittlerweile gibt es einige Studien, die zeigen, dass isolierte Vitamine oder Mineralien mehr schaden als nutzen. Eine neue Studie besagt nun, dass Kalzium als Nahrungsergänzung das Risiko - bei Männern, aber nicht bei Frauen - erhöht, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.

Eigentlich soll die hohe Zufuhr von Kalzium helfen. Und zwar die Gesundheit und Festigkeit der Knochen zu stärken. Auch den Zähnen tut Kalzium gut. Außerdem ist Kalzium an wichtigen Funktionen des Körpers beteiligt: z.B. bei der Blutgerinnung, bei der Arbeit von Herz, Nieren, Lunge, Muskeln und Nerven. Und eine Studie aus Schweden kam zu dem Ergebnis, dass Kalzium sogar das Herz schützt, weil es Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker senken soll. Wenn man einer neuen Studie glaubt, dann stehen hinter der Schutzfunktion von Herz und Kreislauf zumindest Fragezeichen.

Untersucht wurden 388229 Männer und Frauen im Alter von 50 bis 71 Jahren, von denen 51% der Männer und 70% der Frauen zwischen 1995 und 1996 mit der Einnahme von Kalziumpillen begonnen hatten. Diese Männer und Frauen wurden über einen durchschnittlichen Zeitraum von zwölf Jahren beobachtet, in denen 7904 Männer und 3874 Frauen an einem Herz-Kreislauf-Vorfall verstarben.

Bei den Männern bedeutete die Einnahme von 1000 mg/Tag eines Kalzium-Supplements die Erhöhung des Sterberisikos um 20%. Das Risiko nahm mit der Menge des eigenommenen Kalziums zu. Bei Frauen konnte ein derartiger Zusammenhang nicht gefunden werden, die Einnahme von Kalzium hatte keine Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Probleme.

Andere Studien kommen allerdings beim Risiko für Frauen zu anderen Ergebnissen. So wurden im Jahr 2011 Daten von Frauen ausgewertet, die kombinierte Kalzium-Vitamin D-Pillen eingenommen hatten. Im Vergleich zu denen, die diese Nahrungsergänzungsmittel nicht zu sich genommen hatten, lag das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um bis zu 22% höher.

Berliner Ärzteblatt 06.02.2013/ Quelle: JAMA Intern Med. 2013
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