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Hauptursache für einen zu hohen Homocysteinspiegel ist jedoch eine Unterversorgung mit den Vitaminen
Stichwort Homocystein

Entgehen kann man Homocystein nicht, denn es ist eine Substanz, die bei jedem von uns im Blut zirkuliert. Homocystein entsteht zwangsläufig beim Ab- und Umbau eines lebenswichtigen Eiweißbestandteils aus der Nahrung, der Aminosäure Methionin. Vom Methionin muss der Mensch täglich etwa zwei Gramm aufnehmen, damit andere Prozesse zum Aufbau körpereigener Eiweiße reibungslos ablaufen können.

Zuviel Homocystein im Blut kann dazu führen, dass sich die Arterien verengen und die Gefäßwände verhärten. In der Folge wird der Blutfluss behindert. Zusätzlich lässt ein Übermaß an Homocystein das Blut auch leichter verklumpen, was die Blutversorgung in manchen Organen wie Herz oder Gehirn ganz zum Erliegen bringen kann.

Männer haben in jüngeren Jahren oft höhere Homocysteinwerte als Frauen. Nach den Wechseljahren holt das weibliche Geschlecht dann allerdings rasch auf. Grundsätzlich nimmt die Homocysteinkonzentration mit dem Lebensalter zu, vor allem bei  über 60-Jährigen beschleunigt sich dieser Anstieg noch einmal deutlich.

Ansteigen kann der Homocysteinspiegel aber auch, wenn es im Stoffwechsel zu Störungen kommt. In seltenen Fällen spielen dabei erbliche Faktoren eine Rolle, das heißt, es fehlen schon von Geburt an bestimmte Enzyme, die das Homocystein wieder abbauen können.

Vitaminmangel treibt den Homocysteinspiegel in die Höhe

Hauptursache für einen zu hohen Homocysteinspiegel ist jedoch eine Unterversorgung mit den Vitaminen Folsäure (B9), Pyridoxin (B6) und Cobalamin (B12). Diese sind die wichtigsten Gegenspieler des Homocysteins im Körper und insbesondere in ihrer Kombination am wirkungsvollsten.

Eigentlich kann man sich kaum vorstellen, dass in Deutschland noch ein Vitaminmangel vorkommen kann. Tatsache ist aber: Wir essen immer weniger frisches Obst und Gemüse und darunter leidet in erster Linie die Versorgung mit Folsäure. Folsäuremangel ist deshalb in Europa der häufigste Vitaminmangel überhaupt. Bei den Vitaminen B6 und B12 sieht es etwas besser aus, hier sind die Versorgungslücken nicht ganz so groß.


Schätzungen gehen davon aus, dass bei etwa fünf bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung der Homocysteinspiegel zu hoch ist, er den Grenzwert von 10 Mikromol pro Liter überschreitet. Bei Patienten, die schon an Gefäßerkrankungen leiden, trifft das sogar auf bis zu 40 Prozent zu. Hinzu kommt, dass etwa die Hälfte aller Männer über 40 und rund ein Drittel aller Frauen ab dem 50. Lebensjahr mit Herzkreislauf-Problemen rechnen müssen. Und Homocystein trägt zu diesem Krankheitsrisiko seinen nicht unbedeutenden Anteil bei.

WANC/dgk

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