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Der Homocysteinspiegel im Blut steigt mit dem Lebensalter
Ältere haben of zu viel Homocystein im Blut

Die Substanz Homocystein gilt unter Experten inzwischen als neuer und dem Cholesterin mindestens gleichwertiger Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen. Zu viel Homocystein verletze nachweislich die Wände der Blutgefäße, lasse das Blut schneller verklumpen, fördere die Arterienverkalkung und damit auch die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall. Der Homocysteinspiegel im Blut steigt mit dem Lebensalter. Bei den über 50-Jährigen findet man in der Hälfte der Fälle zu hohe Werte.

Homocystein entsteht im Körper auf ganz natürliche Weise bei bestimmten Stoffwechselvorgängen. Da es ein starkes Zellgift ist, wird es normalerweise rasch wieder unschädlich gemacht. Maßgeblich beteiligt an diesem Abbauprozess sind die Vitamine Folsäure, B12 und B6.
Ausgerechnet von der wichtigen Folsäure nehmen die Deutschen allerdings viel zu wenig zu sich. Der Grund: Obst und Gemüse stehen hierzulande viel zu selten auf dem Speiseplan; pro Tag sollten es etwa 700 Gramm sein, lauten die Empfehlungen für eine ausreichende Folsäureversorgung. Der Durchschnittsbürger bringt es gerade einmal auf rund 230 bis 260 Gramm.

Bei älteren Menschen gibt es aber noch ein zusätzliches Problem, erläuterte der Bonner Ernährungsforscher Professor Klaus Pietrzik beim diesjährigen Deutschen Ärztekongress in Berlin. 30 bis 50 Prozent der über 60-Jährigen litten unter Gastritis, also einer Entzündung der Magenschleimhaut mit Magenschmerzen und Übelkeit bis zu Magenblutungen. Ein oft übersehener Nebeneffekt der Gastritis sei, so Pietrzik, dass der Betroffene nicht mehr genügend Vitamin B12 aufnehmen kann. Denn das funktioniere nur in einem gesunden Magen optimal. Neben der Folsäure mangele es Älteren also oft auch an Vitamin B12. Eine weitere Erklärung für die höheren Homocysteinwerte bei Senioren.

Neben seinen schädigenden Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem gerät Homocystein in letzter Zeit auch vermehrt unter Verdacht, die Entwicklung von Demenzerkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer zu fördern. Es scheint daher mehr als sinnvoll, ab einem Lebensalter von etwa 50 Jahren besser über seinen persönlichen Homocysteinwert Bescheid zu wissen.

Im Rahmen der individuellen Gesundheitsvorsorge sollte man seinen Arzt gezielt auf die Homocystein-Bestimmung ansprechen. Eine einfache Blutuntersuchung schafft dann Klarheit. Sollte der gemessene Wert tatsächlich weit über der Grenze von 10 Mikromol pro Liter liegen, und kommen möglicherweise noch andere persönliche Risikofaktoren für Herzkreislaufkrankheiten hinzu, wird der Arzt versuchen, den Homocysteinspiegel schnell durch eine Intensivtherapie mit Spritzen zu senken, die Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 kombiniert enthalten. In weniger dramatischen Fällen ist meist eine Behandlung mit entsprechenden Vitamin-Tabletten ausreichend.

WANC/dgk

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