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Ein erhöhtes Gewicht kann in manchen sogar vorteilhaft für die Gesundheit sein (Foto: FotoDisc)
Ein erhöhtes Gewicht kann in manchen sogar vorteilhaft für die Gesundheit sein (Foto: FotoDisc)
Übergewicht bei Herzschwäche ist eher vorteilhaft

Eigentlich ist Übergewicht generell eher schlecht für die Gesundheit. Und eigentlich gehen Mediziner auch davon aus, dass Übergewicht für Patienten mit chronischen Erkrankungen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Eigentlich. Doch inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass bei einigen Erkrankungen Übergewicht für die Lebenserwartung sogar vorteilhaft ist. In Ärztekreisen wird dieses an sich widersprüchliche Phänomen "Adipositas-Paradoxon" genannt. Eine neue Untersuchung belegt, dass Übergewicht durchaus Überlebensvorteile bei Patienten mit Herzversagen oder chronischer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) bringen kann.

Untersucht wurden 1487 Patienten mit Herzschwäche. Davon litten 35% vor der Diagnose Herzschwäche an Übergewicht (BMI zwischen 25 kg/m2 und unter 30 kg/m2) und 47% an Adipositas (starkes Übergewicht, BMI über 30 kg/m2). Der Rest der Patienten war normalgewichtig (BMI 18,5 kg/m2 bis unter 25 kg/m2).

Innerhalb von 10 Jahren nach dem Vorfall des Herzversagens waren 43% dieser Patienten gestorben. Erstaunlicherweise reduzierte ein erhöhtes Gewicht das Sterberisiko. Bei Übergewichtigen lag es im Vergleich zu Nomalgewichtigen um 28% und bei adipösen Patienten sogar um 30% niedriger.

Leider schmälern die Wissenschaftler die mögliche Freude etwas dickerer Zeitgenossen mit Herzproblemen. Denn ob die Erhöhung der Lebensdauer allein auf das erhöhte Gewicht zurück zu führen ist, lässt sich aus der Studie nun doch nicht zweifelsfrei ableiten. Es könnte nämlich sein, dass bei übergewichtigen Patienten mit Herzinsuffizienz die Erkrankung einfach früher vom Arzt diagnostiziert und damit auch behandelt wird. Und dass dieser früher Therapieeintritt dafür sorgt, dass die Betroffenen eine bessere Überlebenschance haben als diejenigen, die später behandelt werden.

Berliner Ärzteblatt 09.01.2015/ Quelle: Journal of the American College of Cardiology

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