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Herz vor Infarkt schützen

Ärzte des Klinikums der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben möglicherweise einen neuen Ansatz gefunden, einen Herzinfarkt zu vermeiden. Durch das mehrfache Aufblasen einer Blutdruckmanschette am Unterarm wurde die Durchblutung des Armes kurz unterbrochen. Und das schützte das Herz vor einem Herzinfarkt.

Die Ärzte haben dieses Verfahren unmittelbar vor einer Herz-Operation angewendet. Sie führten die Unterbrechung der Durchblutung am Unterarm von zwölf Patienten, die sich einer Bypass-Operation unterzogen, dreimal für fünf Minuten durch. Das Ergebnis beschreibt Prof. Dr. Gerd Heusch vom Universitätsklinikum Duisburg-Essen so: „Wir haben erstmals ein molekulares Schutzsignal, das STAT5, im menschlichen Herzen identifizieren können.“ STAT-Signale lassen die Kraftwerke der Zelle, sog. Mitochondrien, besser funktionieren und verringern die Größe eines Herzinfarkts. Die Identifikation dieses ganz spezifischen Signals soll zu neuen Herzmedikamenten führen.

Beim Herzinfarkt ist ein Teil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend durchblutet, weil Herzkranzgefäße verschlossen sind. Herz-Kreislauferkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Etwa 70.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an einem Herzinfarkt.

wanc 10.01.2012/ Quelle: Circulation Research. doi: 10.1161/ CIRCRESAHA.111.259556
 
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