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Warum Stress das Herz kaputt macht

Chronischer Stress schadet der Gesundheit. Besonders für Herz und Kreislauf ist Stress gefährlich, denn wer chronischem Stress ausgesetzt sind, hat ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Ein Forscherteam des Universitäts Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen (UHZ)  und der Harvard Universität in Boston, USA, hat nun die Ursachen dafür heraus gefunden. Und liefert damit Anhaltspunkte für mögliche Therapien.

Chronischer Stress führt zu einer erhöhten Produktion neutrophiler Granulozyten und Monozyten, das sind Untergruppen von weißen Blutkörperchen. Diese lagern sich in den Gefäßwänden ab und weil sich diese Ablagerungen entzünden können, können sie dazu beitragen, dass Arterien verstopfen. „Wir konnten im Tiermodell zeigen, dass durch Aktivierung des sympathischen Nervensystems, dem bei Stress aktiven Teil des vegetativen Nervensystems, über die Regulation eines körpereigenen Botenstoffes, dem Faktor CXCL12, die blutbildenden Stammzellen im Knochenmark angeregt werden“, sagt Dr.Timo Heidt vom UHZ.

Und dann passiert, was Herzinfarkt oder Schlaganfall zur Folge hat.  „Eine zu große Anzahl dieser Zellen in der Gefäßwand kann jedoch zum Aufbrechen entzündlicher Plaques an den Gefäßinnenwänden führen und so, durch die Verstopfung der Blutzirkulation, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall auslösen“, erklärt Heidt.

Die Gabe eines ß3-Rezeptorblockers, der den für die Bildung dieser Entzündungszellen verantwortlichen Rezeptor, hemmte die Vermehrung der Entzündungszellen. Jedenfalls im Versuch: Bei gezielt unter Stress gesetzten Mäusen wurde durch Gabe eines ß3-Blockers die Anzahl der weißen Blutkörperchen im Blut begrenzt und deren Risiko für Arteriosklerose gesenkt. Die Hemmung dieses ß3-Rezeptors könnte somit ein wichtiger therapeutischer Ansatzpunkt sein.

Den Zusammenhang zwischen Stress und dem Immunsystem überprüften die Forscher parallel an 29 ärztlichen Mitarbeitern einer Intensivstation, bei denen aufgrund einer hohen Arbeitsbelastung, Schichtdienst und Entscheidungszwang in kurzer Zeit von einem hohen Stresspegel ausgegangen werden kann. Die Auswertung von Fragebögen zum Stressempfinden des medizinischen Personals und Blutproben ergab einen direkten Zusammenhang zwischen Stress und erhöhter Anzahl an weißen Blutkörperchen.

Berliner Ärzteblatt 24.06.2014/ Quelle: Nature Medicine

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