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Nach dem Herzinfarkt: Keine Ruhe, sondern Bewegung

Bettruhe und Schonung – das galt für viele Krankheiten, um wieder gesund zu werden. Doch inzwischen weiß man es besser. Selbst bei Herzinfarkt empfehlen Ärzte mittlerweile, möglichst früh wieder mit Sport zu beginnen. Nutzen bringt das allerdings nur dann, wenn sich die Betroffenen auch über einen längeren Zeitraum hinweg bewegen.
 
Was früher richtig war, ist heute ziemlich falsch. So ist die Erkenntnis, dass das Herz nach einem Infarkt erst einmal einen Monat ruhen soll, überholt. Heute gilt, dass je früher ein Herzinfarktpatient mit dem Sport beginnt, er um so schneller wieder gesund werden kann. Das bringt die größten Fortschritte von Herzfunktion und -leistung. Mit je früher, desto besser meinen Ärzte, dass es schon eine Woche nach dem Infarkt los gehen kann.

Wer das nicht tut, der muss mit seiner Gesundheit dafür zahlen. Denn jede Woche, die ein Herzinfarkt später mit dem Sport beginnt, kostet ihn einen zusätzlichen Trainingsmonat, um den gleichen Fortschritt zu erlangen. Bei der Analyse von Daten von 1.634 Patienten stellte sich aber auch heraus, dass die sportliche Betätigung am Anfang nur für eine kurze Dauer betrieben werden soll. Eine Steigerung der Belastung soll schrittweise erfolgen. Bereits nach einem halben Jahr dauerhaftem Training profitieren Patienten nach einem Herzinfarkt davon.

Empfehlenswerte Sportarten sind solche, die den Herzmuskel trainieren. Denn das kommt der Herzleistung am meisten zu Gute. Es bieten sich deshalb vornehmlich Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen an. 



Berliner Ärzteblatt 23.05.2011/ Quelle: BDI, Trials 2011, 12:92 doi:10.1186/1745-6215-12-92
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