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Summe der Sterblichkeit (Mortalität) bei Herzkrankheiten nach Bundesländern (2013)
Summe der Sterblichkeit (Mortalität) bei Herzkrankheiten nach Bundesländern (2013)
Männer haben öfter Herzprobleme, doch Frauen sterben öfter daran

Herzkrankheiten ereilen Männer häufiger als Frauen. Doch die Sterblichkeit an Herzklappenkrankheiten, Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz liegt bei Frauen insgesamt deutlich höher. Nur beim akuten Herzinfarkt und bei ischämischen Herzkrankheiten - entstehen durch Minderdurchblutung - stehen die Chancen der Männer schlechter. Ob eine Herzkrankheit tödlich verläuft ist allerdings nicht allein eine Frage des Geschlechts, sondern genauso des Wohnortes. (Für eine größere Darstellung des Grafik bitte hier klicken.)

Von diagnostizierten kardiologischen Erkrankungen betreffen 57,8 Prozent Männer und 42,2 Prozent Frauen.  (2013). Die Erkrankungshäufigkeit betrug 2013 bei Männern 2.330,6 auf 100.000 Einwohner und bei Frauen 1.634.

  • Bei ischämischen, also durch Minderdurchblutung hervorgerufenen Herzkrankheiten ist die Zahl der betroffenen Männer mit 1.107,6 (auf 100.000 Einwohner) mehr als doppelt so groß wie die der Frauen (518,7).
  • Beim akuten Herzinfarkt (Myokardinfarkt) ist die Zahl der betroffenen Männer mit 365,2 doppelt so groß wie die der Frauen (185,8).
  • Bei Herzklappenkrankheiten beträgt die Zahl der Männer 118,1 und für Frauen 96,1. Der Wert für Männer liegt damit um 22,9 Prozent über dem für Frauen.
  • Bei Herzrhythmusstörungen übersteigt die Zahl der Männer mit 587,1 jene für Frauen (502,5) um 16,8 Prozent.
  • Bei angeborenen Fehlbildungen des Kreislaufsystems liegt die Zahl der männlichen Patienten mit 28,6 um 16,7 Prozent über jener der weiblichen Patienten (24,5).
  • Die Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist unverändert die einzige Herzkrankheit, bei der die Zahl der davon betroffenen Männer (489,3) unter jener der Frauen (492,2) liegt: Differenz 0,6 Prozent.

Von den an einer Herzkrankheiten Gestorbenen sind sind 45,9 Prozent Männer und 54,1 Prozent Frauen. Im einzelnen:

  • Bei den ischämischen Herzkrankheiten übersteigt die Sterbeziffer bei Männern mit 169,8 die bei Frauen mit 149,6.
  • Beim akuten Herzinfarkt ist die Sterbeziffer bei Frauen mit 55,9 um 23,7 Prozent niedriger als bei Männern (73,3). Ein ähnlich starker Unterschied zwischen den Sterbeziffern von Männern und Frauen fand sich auch in den Vorjahren. Prof. Kuck: „Somit scheinen Männer beim akuten Herzinfarkt eine ungünstigere Prognose zu haben als Frauen.“
  • Die Sterbeziffer der Herzklappenkrankheiten beträgt bei Männern 15,3 und bei Frauen 23,9. Der Wert bei Frauen liegt somit um 56,2 Prozent höher. Prof. Kuck: „Dieser Unterschied ist unerwartet groß.“
  • Die Sterbeziffer der Herzrhythmusstörungen übersteigt bei Frauen (38,5) die der Männer (26,2) um 47 Prozent. „Dieser Unterschied verläuft zuungunsten der Frauen, ist unerwartet groß und nicht ohne weiteres erklärlich“, kommentiert Prof. Kuck die Ergebnisse.
  • Die Sterbeziffer der Herzinsuffizienz beträgt bei Männern 40 und bei Frauen 72,7. Der Wert der Frauen liegt somit 81,6 Prozent über dem der Männer. 

Ob eine Herzkrankheit tödlich verläuft ist allerdings nicht allein eine Frage des Geschlechts, sondern genauso des Wohnortes. Am höchsten liegt die Sterblichkeit in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Am niedrigsten in Berlin, Hamburg und Baden Württemberg.

27.01.2016/ Quelle: Deutscher Herzbericht, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK)

 
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