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Zu wenig Steroide begünstigen Herz-Kreislauf-Probleme

Steroide sind natürlich im Körper vorkommende Stoffe, die sich u.a. auf den Stoffwechsel auswirken - das in der Natur am weitesten verbreitete Steroid ist das Cholesterin. Eine Studie zeigt nun, dass zu wenige Steroide das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Bei den Untersuchungen geht es um ein ganz bestimmtes Steroid: DHEA (Dehydroepiandrosteron).

Dieses wird in der Nebenniere gebildet, wo im übrigen auch das Stresshormon Cortisol und der Blutdruck- und Mineralhaushalt-Wächter Aldosteron entstehen. DHEA beginnt beim Menschen im 6. bis 10. Lebensjahr anzusteigen und erreicht seine Spitzenspiegel um das 25. bis 30. Lebensjahr. Danach fällt es bei Männern wie bei Frauen langsam aber kontinuierlich ab, auf 10-20% im hohen Lebensalter. Im übrigen: DHEA wird gerne als "Jungbrunnen" oder "Anti-Aging-Droge" propagiert und so auch als Nahrungsergänzungsmittel in den USA verkauft. Hierzulande gilt DHEA als verschreibungspflichtiges Arzneimittel.
 
Ungeklärt war bisher, ob der Abfall von DHEA eine Hormonmangelsituation darstellt. Und ob diese ausgeglichen werden muss, weil sie zu Gesundheitsproblemen führt. Die Ärzte der Universität Götheborg haben nun zumindest eine vorläufige Antwort gefunden. Bei der fünfjährigen Studie mit 2416 Männern im Alter zwischen 69 und 81 Jahren stellten sie 485 Fälle kardiovaskulärer Erkrankungen fest. Von diesen Erkrankungen waren vor allem Männer mit den geringsten DHEA-Leveln im Blut betroffen.

Obwohl die Ärzte die Zusammenhänge noch genauer erforschen wollen, sagen sie schon jetzt, dass ein niedriges DHEA das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und grundsätzlich Anzeichen eines schlechteren Gesundheitszustandes ist. Ob die Lösung des Problem darin besteht, ein niedriges DHEA zu behandeln, wollen sie dagegen nicht bestätigen.

wanc 03.07.2012/ Quelle: EurekAlert, 94th Annual Meeting of The Endocrine Society
 
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