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Ein gebrochenes Herz schadet dem Herz auch langfristig (Rike / pixelio.de)
Ein gebrochenes Herz schadet dem Herz auch langfristig (Rike / pixelio.de)
„Broken Heart Syndrome“: Risiko für Schlaganfall hoch

Ein gebrochenes Herz - Broken Heart Syndrome oder Stress-Kardiomyopathie oder Takotsubo-Kardiomyopathie - ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Nach Auffassung der Kardiologen löst es körperliche Stress aus, der das Herz schädigt. Eine neue Untersuchung zeigt, dass das Broken Heart Syndrome das Risiko, innerhalb von fünf Jahren einen Schlaganfall zu erleiden, deutlich stärker erhöht als ein Herzinfarkt. 

Es gibt diese Erkrankung wirklich: das gebrochene Herz. Wie dieses Krankheitsbild entsteht, ist noch nicht ganz genau geklärt. Bisher deutet vieles darauf hin, dass es vor allem durch emotional belastende Ereignisse ausgelöst wird. Das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) hebt die Folgen des dadurch hervor gerufenen körperlichen Stress hervor. 

Das DZHK betont, dass man lange Zeit davon ausging, dass das Broken Heart Syndrome harmlos sei. Denn nach spätestens drei Monaten würde sich die Herzfunktion meist  wieder erholen. Doch das Zentrum musste bei genaueren Studien heraus finden, dass auch noch Monate danach ernsthafte Folgeerkrankungen auftraten und sogar bis zu vier Prozent der Patienten nach einer Takotsubo-Kardiomyopathie starben. Und zwar an schwerwiegende Komplikationen wie lebensbedrohliche Arrhythmien (Herzrhythmusstörung), wiederholtes Herzversagen, Apoplexie (plötzliche Durchblutungsstörungen) und Herzinfarkt. 

Jetzt belegt eine weitere Studie, dass Patienten mit einer Stress-Kardiomyopathie innerhalb von fünf Jahren nach diesem Ereignis deutlich häufiger einen Schlaganfall als Herzinfarkt-Patienten erleiden. Die akut einsetzende, vorübergehende Funktionsstörung des Herzens, die Frauen häufiger betrifft als Männer, kann wiederholt auftreten und kann mit mehreren Komplikationen einhergehen, zum Beispiel Thromboembolien, kardiogenem Schock oder Rhythmusstörungen und erhöhter Sterblichkeit. 

 „Die Prognose des Takotsubo-Syndroms wurde früher als günstig eingeschätzt. Neuere Studien zeigen aber, dass Betroffene eine gleich hohe Mortalität haben wie Patienten mit einem akuten Herzinfarkt“, bestätigt auch Dr. Ibrahim El-Battrawy von der Universitätsmedizin Mannheim. „Unsere Daten zeigten, dass die Langzeit-Inzidenz für Schlaganfälle nach fünf Jahren bei Patienten mit dem Takotsubo-Syndrom mit 6,5 Prozent deutlich höher war als bei Patienten mit Herzinfarkt mit 3,2 Prozent.“ 

Ein Vergleich der Komorbiditäten sowie der Begleiterkrankungen wie zum Beispiel Vorhofflimmern, Lungenerkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas und Bluthochdruck erbrachte keinen relevanten Unterschied. „Interessanterweise litten mehr Patienten in der Gruppe mit Stress-Myokardiopathie an Karzinomen als in der Herzinfarkt-Gruppe,“, so El-Battrawy. 

23.4.2018 cs/ Quelle: Clin Res Cardiol

Tako-Tsubo: Die Gefahr des gebrochenen Herzens

Broken-Heart-Syndrom: Es trifft vor allem Frauen

 
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