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Vorsicht: Blutverdünner und Antibiotika nicht zusammen einnehmen

Es gibt Medikamente, die helfen nicht, wenn man sie zusammen mit anderen Arzneimitteln einnimmt, sondern sie schaden. Eine Studie zeigt jetzt, dass Patienten, die auf Blutverdünner angewiesen sind und gleichzeitig Antibiotika einnehmen müssen, ein deutlich erhöhtes Risiko für Blutungen haben.

Wer Blutverdünner verschrieben bekommt, der soll damit dem Bilden von Thrombosen oder Störungen des Herz-Rhythmus - z.B. Vorhofflimmern - vorbeugen. Weil diese Mittel das Blut verdünnen, müssen Patienten genau eingestellt werden. Denn sonst besteht die Gefahr, dass sie innere Blutungen erleiden. Dr. Ingrid Schubert von der Uniklinik Köln bei über 500.000 Patienten untersucht, in wie weit die zusätzliche Einnahme anderer Mittel wie z.B. Antibiotika noch zusätzlich das Blutungsrisiko erhöhen kann und stellt damit eine ernsthafte - lebensbedrohende Gefahr für den Patienten darstellt.

Tatsächlich ermittelte Schubert, dass je nach Art des Antibiotikums das Blutungsrisiko zwei bis fünf Mal so hoch ist verglichen mit Patienten, die kein Antibiotikum erhalten hatten. Am meisten Probleme in der Kombination mit Blutverdünnern verursachte das Antibiotikum Ofloxacin, danach folgen Cotrimoxazol - besteht aus den beiden antibiotisch wirksamen Arzneistoffen Trimethoprim und Sulfamethoxazol, und Fluorchinolone, die eine Untergruppe der Chinolone darstellen.


Berliner Ärzteblatt 17.01.2014/ Quelle: Thrombosis and Haemostasis

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