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Die Tücken des Bluthochdrucks

Man spürt ihn nicht und am Anfang hinterlässt er auch keine deutlichen Spuren: Bluthochdruck. Die im medizinischen Fachjargon Hypertonie genannte Erkrankung heißt deshalb auch der stille Killer. Doch die Folgen von Bluthochdruck können dramatisch sein: Schlaganfall, Herzinfarkt und Nierenversagen. Dabei muss es gar nicht so weit kommen: Denn gegen Hypertonie gibt es Vorbeugestrategien und in vielen Fällen gut wirksame Medikamente.

Prof. Dr. Dr. Eva Brand, stellvertretende Direktorin der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin D (Allg. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie) des Universitätsklinikums Münster (UKM), weiß, dass Bluthochdruck gefährlich ist. Denn kann Schlaganfall, Herzleiden und Nierenerkrankungen verursachen. Aber gerade weil er zumindest anfangs keine Beschwerden verursacht, wird er häufig nicht oder zu spät erkannt.
 
Brand zählt die Warnzeichen auf, die auf hohen Blutdruck deuten können: Kopfschmerzen, ein leichtes Rauschen im Ohr, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit, Abgeschlagenheit oder häufiges Nasenbluten.

Ein Blutdruck niedriger als 120/80 gilt als optimaler Blutdruck. Wenn der systolische Blutdruck höher als 140 oder der diastolische Blutdruck höher als als 90 ist, liegt Bluthochdruck vor. Die Ursachen für einen erhöhten Blutdruck sind vielfältig: organische Leiden, wie hormonelle Störungen und Nierenleiden, Übergewicht, eine ungesunde Ernährung mit zum Beispiel zuviel Salz, der übermäßige Genuss von Alkohol und Nikotin.
 
Die Folgen von unbehandeltem Bluthochdruck erfassen den gesamten Organismus. Denn er schädigt alle Organe. Die Gefäßmuskulatur wird mit der Zeit umgebaut, über einen Prozess aus Entzündung, Blutgerinnung und Fettablagerung bis zur Bildung von Plaques - die Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Es kann zu Komplikationen und Schäden am Gefäßsystem kommen, besonders am Gehirn, am Herzen und an den Nieren. Die Folgen können Schlaganfall, Herzinfarkt, Nierenversagen und Herzmuskelschwäche sein.

Allerdings lässt sich gegen Bluthochdruck etwas tun. Dabei geht es nicht nur um Medikamente. Genauso wichtig sind die Ernährung und Bewegung. Bei der Ernährung sollte man auf eine salz- und fettarme Kost achten. Bei der Bewegung ist ein wichtiger Schritt schon getan, wenn man öfter mal das Auto stehen lässt und dafür zu Fuß geht, oder statt sich auf der Couch zu lümmeln lieber einen Spaziergang unternimmt. Auch der Verzicht auf Zigaretten kann helfen.

Berliner Ärzteblatt 18.05.2011/ Quelle: Universitätsklinikum Münster, Universitätsklinikum Magdeburg

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