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Bluthochdruck: Größte Gefahr für Herz und Kreislauf

Bluthochdruck stellt die größte Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar. Doch eine neue Studie belegt jetzt, dass durch Hypertonie getragene Risiko für unterschiedliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, periphere Verschlusskrankheit und Aortenaneurysmen unterschiedlich hoch ist. Es hängt beispielsweise davon ab, welcher - der systolische oder der diastolische - Blutdruckwert erhöht ist.

Die Studie hat zwischen 1997 und 2010 über 1,2 Mio. gesunde Männer und Frauen im Alter von 30 Jahren und älter untersucht. Innerhalb der durchschnittlichen Beobachtungszeit von 5,3 Jahren wurden 83.098 kardiovaskuläre Erkrankungen gezählt. Am geringsten war das Erkrankungsrisiko in der Gruppe mit einem systolischen Blutdruck von 90 bis 114 mm Hg und einem diastolischen Blutdruck zwischen 60 und 74 mm Hg.

Ein hoher systolischer Blutdruck (also über 140 mm Hg) erhöhte die Gefahr eines Schlaganfalles durch eine intrazerebralen Hämorrhagie (Blutungen in die Gehirnsubstanz) um 44%, durch eine subarachnoidalen Hämorrhagie (Platzen eines Gefäßes, wobei das Blut in freie Räume im Schädel fließt) um 43%, für Angina Pectoris (Schmerz in der Brust als einer koronaren Herzkrankheit - KHK) um 41% und für Aneurysma (arterielle Aussackung) um 8%. Erhöhter systolischer Blutdruck war im Vergleich mit erhöhtem diastolischem Blutdruck viel öfter verantwortlich für Angina Pectoris, Herzinfarkt und Gefäßverkalkungen. Dagegen hatte diastolischer Blutdruck stärkeren Einfluss auf die Bildung von Aneurismen.

Zeigen konnte die Untersuchung auch, dass Menschen mit eine hohen Blutdruck (über 140/90 mm Hg) durch blutdrucksenkende Mittel ihr Leben verlängern konnten. Blieb der Blutdruck nämlich unbehandelt, dann lag das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung etwa 63%. Bei einem normalen Blutdruck beträgt dieses Risiko nur 46%. Außerdem trat die Erkrankung bei unbehandelten Hypertonikern fünf Jahre früher auf. 

Berliner Ärzteblatt 02.06.2014/ Quelle: Lancet

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