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Atmungsstörungen - hervorgerufen durch Schnarchen oder Atemaussetzer - kommen Patienten mit Herzproblemen häufig vor (Foto: obs/ResMed GmbH)
Atmungsstörungen - hervorgerufen durch Schnarchen oder Atemaussetzer - kommen Patienten mit Herzproblemen häufig vor (Foto: obs/ResMed GmbH)
Atmungsstörungen im Schlaf: Häufig bei Patienten mit Herzproblemen

Menschen, die unter Vorhofflimmern oder Vorhofflattern leiden, müssen sich in der Mehrzahl auch mit schlafbezogenen Atmungsstörungen herum schlagen. Eine Studie der Ruhr-Universität Bochum berichtet nun, dass es bei einer Behandlung des Herzleiden mittels Kardioversion unmittelbar nach dem Eingriff auch zu einer Besserung der Atmungsstörungen kommt. Allerdings, der Effekt hält nicht immer dauerhaft an.

Atmungsstörungen während des Schlafes können kardiologische Erkrankungen negativ beeinflussen.  Allerdings gilt auch: Wer Herz-Kreislauferkrankungen hat, leidet häufiger unter einer Atemstörung. Häufigste Ursache ist laut Netzwerk-Lunge.org Sie die obstruktive schlafassoziierte Atmungsstörung, bei der die Atemwege blockiert sind - beispielsweise durch die Rachenwände. Bei der anderen Form, die sogenannte zentrale schlafassoziierte Atmungsstörungen, bleiben die Atemwege zwar offen, sich aber die Atmung vermindert und Atemstillstände eintreten.

Für die aktuelle Studie wurden 138 Patienten mit Vorhofflimmern (86%) oder Vorhofflattern (14%) untersucht. Alle Patienten sind mittels einer Kardioversion therapiert worden. Das bedeutet, dass durch einen Stromstoß, der durch zwei Elektroden abgegeben wird, versucht wird, die Aktivität der Herzmuskelzellen zu synchronisieren. Die Patienten wurden vor, sofort nach und dann vier Wochen nach der elektrischen Kardioversion untersucht. Dabei zeigte sich, dass vor dem Eingriff 95,2% der Patienten unter Schlafapnoe litten und zwar mit einer Häufigkeit von fünf oder mehr Vorfällen pro Stunde.

Nach der Kardioversion war der Schweregrad der Schlafapnoe deutlich reduziert. Dr. Henrik Fox, der die Studie durchgeführt hat, musste allerdings feststellen, dass dieser Effekt nicht anhielt. In der Kontrolluntersuchung nach vier Wochen traten insgesamt wieder ähnlich schwergradige schlafassoziierte Atmungsstörungen wie im Ausgangsbefund auf, beklagt Fox. Die ursprüngliche Erkrankung Vorhofflimmern oder Vorhofflattern hatte sich aber nicht wieder verschlimmert. Fox sagt, dass es "einen auffallenden Unterschied in der Form der Störungen" gab. Während sich deutlich weniger So sei der Anteil der zentralen schlafbezogenen Atmungsstörungen deutlich gesunken, die der obstruktiven Schlafapnoe aber deutlich gestiegen.


Berliner Ärzteblatt 11.09.2014/ Quelle: ESC

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