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Viel Arbeit macht das Herz kaputt

Es gibt eine Grenze der Belastbarkeit. Wer diese Grenze ständig überschreitet, gefährdet seine Gesundheit und vor allem sein Herz. Wo diese Grenze liegt, haben Wissenschaftler jetzt bestimmt: Täglich mehr als 11 Stunden zu arbeiten, erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Herzerkrankung drastisch.
 
In einer Studie hat Mika Kivimäki vom University College London 2.109 Frauen und 4.986 Männer im Alter zwischen 39 und 62 Jahren zwischen 1991 und 2004 beobachtet. In dieser Zeit erlitten 192 der Studienteilnehmer/innen einen Herzinfarkt. Die Auswertung der Daten ließ ein deutliches Risikoprofil entstehen: Elf Stunden und mehr täglich zu malochen, erhöhte das Risiko für einen Herzinfarkt um bis zu 67%. Und zwar im Vergleich zu denjenigen, die täglich zwischen sieben und acht Stunden arbeiteten.
 
Die Lehren dieser Studie sollten sowohl Ärzte wie die betroffenen Menschen ziehen. Ärzte sollten, so die Wissenschaftler, ihre Patienten mit Herzproblemen nach ihrem Arbeitspensum befragen und eine mögliche Medikation an die Situation anpassen. Menschen sollten sich warnen lassen und insbesondere bei bereits bestehenden Herzschädigungen reagieren. Beispielsweise durch eine gesunde Ernährung oder mehr Bewegung.

Interessant ist die sich anschließende Frage, ob weniger zu arbeiten, tatsächlich das Risiko für einen Herzschaden vermindert. Mediziner geben zu denken, dass ein Herzinfarkt meist nicht nur einen Grund hat. In der Regel existiere eine Vielzahl von Faktoren - wie Bluthochdruck, Stress, Depressionen, Aggressionen und Reizbarkeit, die zu einer Schwächung des Herzens führen. 



Berliner Ärzteblatt 21.04.2011/ Quelle: Ann Intern Med April 5, 2011 154:457-463
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