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Kann man mit der Ernährung das Herz schützen?

Die Frage muss man sich stellen: Kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindern? Wer die Versprechen von Kalzium, Selen und verschiedenen Vitaminen liest, der kann das jedenfalls vermuten. Oder gibt es eine Ernährungsform, die diesen Schutz bietet?

Ernährungswissenschaftler von verschiedenen medizinischen Universitäten in den USA haben die Daten von 277 Studien mit insgesamt 992.129 Teilnehmern ausgewertet. Daraus ergab sich eine - wenn auch nicht besonders starke - Bestätigung dafür, dass ein Reduzieren des Salzverbrauchs bei Menschen mit normalem Blutdruck zu einem um 10% verringerten Sterberisiko und bei Patienten mit Bluthochdruck zu einem 33% verringerten Sterberisiko wegen Herzproblemen führte. 

Es gab darüberhinaus einen ebenfalls schwachen Nachweis dafür, dass Omega-3-Fettsäuren die Gefahr eines Herzinfarktes um 8% und für eine koronare Herzkrankheit um 7% verminderte. Folsäure konnte das Risiko für einen Schlaganfall um 20% senken, während Kalzium und Vitamin D, in Kombination eingenommen, das Schlaganfallrisiko um 17% erhöhte.

Andere Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine B6, A, C, E und D sowie Kalzium, Eisen, Multivitamine und Antioxidantien konnte keine wirklich bedeutende Veränderung des Sterberisikos und die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkankungen fest gestellt werden. 

Auch eine Ernährungsumstellung, wie eine verminderte Fettaufnahme, veränderte Sterbe- oder Erkrankungsrisiken. Kardiologie.org, die gemeinsame  Informationsplattform der Deutsche Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung e.V. und des Bundesverbandes niedergelassener Kardiologen e. V. (BNK), stellt dazu fest: „Lediglich bei Patienten mit Vitaminmangel sei Vitaminsubstitution sinnvoll, ansonsten raten die Studienautoren von Nahrungsergänzungsmitteln ab: Nehmen Sie die nötigen Nährstoffe besser über eine gesunde Ernährung auf. Mit ausreichend Bewegung und dem Meiden von Zigaretten, Alkohol und zu langem Sitzen können Sie mehr für Ihre kardiovaskuläre Gesundheit tun, anstatt Geld für Nahrungsergänzungsmittel zu verschwenden.“ 

18.7.2019 cs / Quelle: Ann Intern Med. 2019

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