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Schützt Kalzium das Herz?

Kalzium ist gut für Knochen und Zähne. Na klar. Aber Kalzium kann offenbar auch die Lebenserwartung verlängern, weil es das Herz schützt. Denn es soll Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker senken. Kalzium findet sich in der normalen Ernährung – beispielsweise auch in Obst - man muss nur genügend davon zu sich nehmen.

Grundlage für die Studie am Karolinska Institutet in Stockholm war eine Langzeitbeobachtung von 23.366 schwedischen Männern im Alter von 45 bis 79 Jahren. Deren Ernährungsgewohnheiten belegten, dass die Männer, die wesentlich mehr Kalzium zu sich nahmen als allgemein empfohlen, ein um 23 Prozent niedrigeres Risiko hatten, an einer kardiovaskulären Erkrankung zu sterben.

In der Gruppe mit der höchsten Kalziumzufuhr wurden durchschnittlich 1.953 mg zu sich genommen. Das ist doppelt so viel wie die allgemeine Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): die lautet 1.000 mg täglich. Und ganz wichtig: Das Kalzium stammte nur aus der Nahrung; es wurden keine Nahrungsergänzungsmittel verwendet. 



Kalzium unterstützt nicht nur den Erhalt der Knochengesundheit, sondern führt auch zu niedrigerem Blutdruck und senkt den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel. Diese Effekte, die auch das Diabetes-Risiko senken, sind nach Meinung der schwedischen Wissenschaftler ausschlaggebend für die bessere Herzgesundheit bei den Männern mit hoher Kalziumzufuhr.

Dass ähnliche Effekte auch für Frauen zutreffen, davon sind die Stockholmer überzeugt. Sie verweisen auf eine Studie in den USA mit 34.486 Frauen nach der Menopause, die ebenfalls eine niedrigere Sterblichkeit an Herzkrankheiten mit hoher Kalziumzufuhr in Verbindung brachte.



Allerdings: Es gibt auch andere Studien, die das genaue Gegenteil belegen. Die Einnahme von Kalzium erhöhte das Risiko von Herzinfarkten und anderen Herz- und Gefäßerkrankungen. Unter insgesamt 1.500 Seniorinnen kam es bei Frauen mit Kalzium zu 45 Herzinfarkten, gegenüber 19 Herzinfarkten bei Frauen, die mit einem Scheinmedikament (Plazebo) eingenommen hatten. Das Risiko für einen Infarkt hatte sich also mehr als verdoppelt. Daneben war auch die Zahl der Schlaganfälle und der plötzlichen Todesfälle erhöht. Der negative Effekt des Kalziums war erst nach 3 Jahren erkennbar.

In großen Mengen befindet sich Kalzium vor allem in Milch und Milchprodukten (vor allem Hartkäse), aber auch in Obst, Tofu, Grünkohl, Bohnen und anderen Gemüsesorten. Allerdings ist Kalzium im Gemüse weniger verfügbar, da es teilweise an Oxalsäure gebunden ist, was die Aufnahme hemmt. Obwohl Brot und Backwaren nur wenig Kalzium enthalten, tragen diese Lebensmittel aufgrund des mengenmäßig hohen Verzehrs zur Bedarfsdeckung bei.

Der Bedarf ist bei Kindern und Jugendlichen erhöht, da sie sich im Wachstum befinden und zusätzliches Kalzium zum Knochenaufbau benötigen. Auch Schwangere und Stillende sollten auf eine höhere Zufuhr achten.


 
WANC 30.04.10, Quelle: Joanna Kaluza  et al (2010): Dietary Calcium and Magnesium Intake and Mortality: A Prospective Study of Men, American Journal of Epidemiology, doi:10.1093/aje/kwp467 (published online on Feb-ruary 19, 2010); dgk

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