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Foto: Takeda Pharma
Blutproben: Erhöhte Fetuin-A-Werte deuten auf eine verstärkte Fetteinlagerung in der Leber hin (Foto: Takeda Pharma)
Neuer Biomarker erkennt Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko

Bei dem Biomarker handelt es sich um das Eiweißmolekül Fetuin-A, das in der Leber gebildet und ans Blut abgegeben wird. Hohe Blutwerte des Biomarkers sind mit einem drei- bis vierfach höheren Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden.

„Schon vor einiger Zeit beobachteten wir, dass erhöhte Fetuin-A-Werte im Blut mit einer verminderten Insulinempfindlichkeit der Körperzellen einhergehen und auf eine verstärkte Fetteinlagerung in der Leber hinweisen,“ erklärt Ullrich Häring, Direktor der Medizinischen Klinik IV des Universitätsklinikums Tübingen.

Doch inzwischen weiß man, dass Fetuin-A nicht nur als Risikomarker für den Typ-2-Diabetes in Frage kommt. Es besteht auch ein starker Zusammenhang zwischen Fetuin-A-Spiegeln und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und dies unabhängig von Risikofaktoren wie beispielsweise Bluthochdruck, Rauchen und Diabetes. Personen mit einem sehr hohen Fetuin-A-Blutwert haben im Vergleich zu Personen mit einem niedrigen Wert ein 3,3fach erhöhtes Herzinfarkt- beziehungsweise ein 3,8fach erhöhtes Schlaganfallrisiko.

Während der durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 8,2 Jahren erlitten 227 Studienteilnehmer der mehr als 27.000 beobachteten Erwachsenen einen Herzinfarkt. Bei 168 Teilnehmern diagnostizierten Ärzte einen ischämischen Schlaganfall (Ein ischämischer Schlaganfall ist ein durch eine plötzlich auftretende Blutleere bedingter Hirninfarkt). „Der von uns beobachtete Zusammenhang zwischen erhöhten Fetuin-A-Spiegeln im Blut und einem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen ist außergewöhnlich stark,“ erklärt Cornelia Weikert, Epidemiologin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

Daher hoffe man, Fetuin-A nicht nur als Biomarker einsetzen zu können. Man wolle Fetuin-A auch als neuen Ansatzpunkt nutzen, um die dem Herzinfarkt und Schlaganfall zugrunde liegenden pathogenen Mechanismen zu erforschen und besser zu verstehen. „Unsere Ergebnisse deuten an, dass der Leberstoffwechsel und dabei vor allem die Fettleber für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wichtige Rolle spielt,“ sagt Andreas Fritsche von der Medizinischen Klinik IV des Universitätsklinikums Tübingen.

WANC 28.11.08, Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung 
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

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