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Rauchverbote senken das Risiko für einen Herzinfarkt (Foto: Stock photo)
Rauchverbote: Weniger Herzinfarkte

Was bringen Rauchverbote am Arbeitsplatz und in öffentlichen Gebäuden? Die einen meinen wenig, die anderen glauben viel. Untersuchungen geben beiden Seiten Argumente. Zwei neue Studien zeigen jetzt, dass die Zahl der Herzinfarkte sinkt.

James Lightwood von der School of Medicine, University of California, San Francisco, glaubt zu wissen, warum die  Wissenschaft so unterschiedliche Antworten auf die Frage liefert, was Rauchverbote bringen. Verantwortlich ist seiner Meinung nach die Dauer der Studien, die die Auswirkungen des Rauchverbotes nach seiner Einführung begleiten. Das heißt, die Vorteile lassen sich nicht sofort ablesen. Was das Rauchverbot wirklich bringt, zeige sich erst nach einiger Zeit.

Was es bringen kann, hat Lightwood in einer Analyse die Daten aus 13 Studien aus Nordamerika, Italien, Schottland und Irland ausgewertet. Im ersten Jahr nach Einführung des Rauchverbots sankt die Rate der Krankenhauseinweisungen mit der Diagnose Herzinfarkt um 17 Prozent. Nach drei Jahren war die Rate um 36 Prozent gefallen.



Auch David Meyers von der Universität in Kansas City ist der Frage nachgegangen, was Rauchverbote in öffentlichen Räumen für die Gesundheit bringen. Er hat sich 11 wissenschaftliche Studien mit etwa 100.000 Teilnehmern vorgenommen und sie analysiert. Er kommt auf ein 17 Prozent geringeres Risiko an einem Herzinfarkt zu erkranken. Den größten Effekt konnte er bei Jugendlichen und bei Nichtrauchern – also den Passivrauchern - feststellen.
 
Die European Society of Cardiology nennt weitere Zahlen. Demnach hätten sich die Krankenhauseinweisungen aufgrund von Herzinfarkt in Frankreich um 15, in Iatlien um 11,2 und in Irland um 11 Prozent gesenkt. Alle drei Länder haben Rauchverbote ausgesprochen. Zum Vergleich: In England ging in Zeiten, als in Pubs noch geraucht werden durfte, die Rate um 4 Prozent zurück und in Schottland um 3 Prozent.

Aus den Heart Disease and Stroke Statistics (2009) der American Heart Association geht hervor, dass Nichtraucher, die zu Hause oder am Arbeitsplatz Passivrauch ausgesetzt sind, ein um 25 bis 30 Prozent erhöhtes Risiko auf eine Herzerkrankung haben.

Allerdings: Anscheinend nutzen die Rauchverbote nicht allen gleich viel. Isländische Studien brachten das Phänomen an den Tag, dass bei nichtrauchenden Frauen kein Rückgang bei den Herzinfarkten beobachtet werden konnte.

WANC 24.09.09/ Quelle: Circulation, Journal of the American College of Cardiology, Deutsches Ärzteblatt

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